Redwave arbeitet an Großprojekten in Schottland, Finnland und China

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Quelle: Redwave Waste GmbH

Gleisdorf, Österreich – Mit der Gründung eines neuen Tochterunternehmens im hessischen Wetzlar Deutschland im Jahr 2015 hat Redwave seine Kompetenz als einer der führenden Anbieter von sensorgestützten Sortiermaschinen und schlüsselfertigen Wertstoffsortiersystemen konsequent weiter ausgebaut. Zum Leistungsspektrum der Divison Waste innerhalb der Redwave-Gruppe zählen nun neben umfangreichen Beratungs- und Engineeringleistungen vor allem Abfallbehandlungsanlagen auf schlüsselfertiger Basis (Turnkey), die auf der Grundlage automatisierter, mechanischer Aufbereitungs- und Sortiertechniken Abfälle zu Sekundärbrennstoffen aufbereiten und gleichzeitig Recyclingstoffe zur Wiederverwendung bereit stellen. Optional kann dabei auf die biologische Trocknung der Abfälle zurückgegriffen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bereitstellung von schlüsselfertigen Lösungen zur umweltverträglichen Kompostierung von organischen Abfällen wie Küchenabfällen, Speiseresten und in zunehmendem Maße auch Gärresten aus Vergärungsanlagen zur Biogaserzeugung. Um diese Materialien als wertvollen Kompost nutzen zu können bedarf es spezieller Anlagensysteme, die die Abfälle zunächst mechanisch von Störstoffen, wie Kunststoffen und Metallen befreien und danach unter kontrollierten Bedingungen biologisch abbauen. Eine mechanische Endkonfektionierung durch Siebungs- und Sichtungsprozesse gewährleistet dann die geforderten hochwertigen Kompostqualitäten.

An Bedarf angepasste Gesamtlösungen

„Durch die Kombination beider Technologiebereiche in einem Unternehmensverbund – der sensorgestützten Wertstoffsortierung einerseits und der klassischen mechanisch-biologischen Abfallaufbereitung andererseits – sind wir als einer der wenigen Anbieter im Markt in der Lage, unseren Kunden individuell auf ihren Bedarf angepasste Gesamtlösungen aus einer Hand zu liefern. Mit dem in unserem Hause vorhandenen Knowhow und den verfügbaren Technologien können wir die Wertstoffrückgewinnung aus Abfällen weiter steigern und werden damit auch einer weltweit zunehmenden Nachfrage nach kreislauforientierten Behandlungskonzepten gerecht“, betont die Redwave-Geschäftsführerin Silvia Schweiger-Fuchs.

In all diesen Bereichen verfügt das Expertenteam aus Wetzlar über ein enormes Knowhow und eine langjährige Erfahrung, die auf der Planung und Realisierung zahlreicher derartiger Anlagen im In- und Ausland fußt. „Die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen aus Wetzlar unter Leitung des Geschäftsführers Andreas Puchelt funktioniert gut, und wir haben mit dieser Entscheidung einen großen Schritt nach vorne, hin zu einer Weiterentwicklung und zu Wachstum der Unternehmensgruppe Redwave gemacht. Erste Projekterfolge bestätigen uns in dieser Einschätzung“, so die Geschäftsführerin weiter.

Drei Projekte für die Division Waste

So konnte Redwave im vergangenen Jahr ein Projekt in Schottland sowie zwei große Projekte in Finnland und China für die neu gegründete Division Waste gewinnen.

In Schottland liefert Redwave die Technologie zur Brennstofflagerung und –beschickung für eine nachfolgende Brennstoffvergasung. Dieses Projekt befindet sich derzeit in der Planungsphase; die Gesamtanlage wird im Sommer 2017 in Betrieb gehen.

Bei dem Projekt in Finnland, welches Redwave im Juli des letzten Jahres für sich gewinnen konnte, handelt es sich um eine kombinierte Anlage zur Sortierung der Leichtfraktion aus dem Hausmüll und Verpackungsabfällen und zur mechanischen Aufbereitung von Haushaltsabfällen zu Ersatzbrennstoff. Beide Anlagen zusammen verfügen über eine Kapazität von 175.000 t/Jahr. Mit dem Bau beider Anlagen wurde m Dezember 2015 begonnen; die Inbetriebnahme beider Anlagenteile wird im Sommer 2016 erfolgen.

Ein enormes Zukunftspotenzial

Das Projekt in China stellt ein Novum, was die Größe der Anlage und MBT-Technologie in China betrifft, dar. Es handelt sich um eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) mit einer Jahreskapazität von 270.000 t, bei der die Haushaltsabfälle zunächst biologisch getrocknet und anschließend mechanisch behandelt werden. Durch die Trocknung des in China sehr nassen Mülls können bei der mechanischen Behandlung Wertstoffe wie, Eisen- und Nichteisenmetalle rückgewonnen und Störstoffe wie Glas und Steine abgeschieden werden; alle brennbaren Bestandteile wie Kunststoffe, Holz Papier und organische Bestandteile werden in einen Brennstoff überführt, der vom Kunden in einer bestehenden Wirbelschichtanlage zur effizienten Strom- und Wärmegewinnung eingesetzt wird. Die MBA soll in Ost-China, nördlich von Shanghai, erreichtet werden; sie wird vollautomatisch betrieben und stellt die erste ihrer Art in ganz China dar.

„Dieses Projekt ist ein Meilenstein bei der Entwicklung des chinesischen Marktes für unser Unternehmen“ erläutert Geschäftsführer Andreas Puchelt. „Der in China neue Ansatz, die unsortierten Abfälle vor der Verbrennung zu sortieren, um einerseits Wertstoffe zurück zu gewinnen und andererseits die Energieerzeugung aus Abfällen effizienter zu gestalten, birgt für uns ein enormes Zukunftspotenzial“, unterstreicht Andreas Puchelt. „Die Umweltanforderungen werden in China, ähnlich wie in Europa weiter steigen; um Schritt halten zu können müssen die chinesischen Unternehmen in neue Technologien investieren. Unser Ansatz modernste Aufbereitungs- und Trenntechnologien aus einer Hand anzubieten hat sich hier, wie auch in anderen Projekten, bezahlt gemacht. Vor diesem Hintergrund sehen wir dieses Projekt als wichtigen Einstieg in einen sehr dynamisch wachsenden Markt; nicht nur in China, sondern in ganz Asien“, so der Geschäftsführer weiter.

Quelle: Redwave Waste GmbH