Verbund ruft Kommunen auf, die getrennte Bioabfallsammlung zu fördern

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Quelle: Verbund kompostierbare Produkte e.V.

Berlin – Seit Januar 2015 sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger gesetzlich verpflichtet, ihren Bürgern die getrennte Bioabfallsammlung anzubieten. Dennoch ist die Biotonne in vielen Kommunen immer noch nicht verfügbar. So werden deutschlandweit noch immer ca. fünf Millionen Tonnen Bioabfälle pro Jahr an der Biotonne vorbei über den Restmüll entsorgt und verbrannt.Der Verbund kompostierbare Produkte e.V. ruft daher die Kommunen auf, für eine zügige Bereitstellung der Biotonne für alle Bürger sowie Informationskampagnen zur getrennten Sammlung zu sorgen und damit die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen.

Im Rahmen der nature.tec – Fachschau Bioökonomie war der Verbund auf der Internationalen Grünen Woche vom 15. bis 24. Januar 2016 in Berlin vertreten. Bürger, Fachpublikum sowie Politiker von Bund und Ländern zeigten reges Interesse am Engagement des Verbunds, die getrennte Bioabfallsammlung in Deutschland zu stärken. Dass die Biotonne in vielen Kommunen bisher immer noch nicht verfügbar ist, stieß dabei oft auf Unverständnis.

Besonders sinnvoll erschien den Besuchern der Grünen Woche die Nutzung von Bioabfall-Beuteln aus kompostierbarem Kunststoff oder beschichtetem Papier zur Trennung der Bioabfälle im Haushalt. Mit ihnen lassen sich Küchenabfälle einfach und hygienisch sammeln und bequem zur Biotonne befördern. Die Bioabfall-Beutel sind überwiegend biobasiert sowie zertifiziert industriell kompostierbar.

Zur einfachen Erkennung der kompostierbaren Bioabfall-Beutel hat der Verbund eine Kennzeichnungsempfehlung herausgegeben. Kernstück der Empfehlungen ist der „Keimling“, ein im In- und Ausland anerkanntes Zeichen für die industrielle Kompostierbarkeit (© European Bioplastics e.V.). Er wird nach Prüfung der Beutel gemäß der Norm DIN EN 13432 und Zertifizierung durch unabhängige Institute vergeben. Die Empfehlung ist unter derVerbund.com/downloads.html verfügbar.

Mit Hilfe eindeutig gekennzeichneter Bioabfall-Beutel und der entsprechenden Kommunikation lassen sich mehr Bürger von der getrennten Bioabfallsammlung überzeugen und motivieren, vermehrt auch die nassen Speiseabfälle zu sammeln, die in den kommunalen Vergärungsanlagen hohe Biogaserträge erzielen. Der Verbund lädt Städte und Landkreise ein, diese erprobten Hilfsmittel stärker in ihre Öffentlichkeitsarbeit zu integrieren.

Quelle: Verbund kompostierbare Produkte e.V.