VDMA: Bei Ressourceneffizienz zwischen Ökologie und Ökonomie abwägen

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Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)

Berlin – Das Treffen des Welt Economic Forums in Davos machte es deutlich: . Ressourceneffizienz als Teil der Produktivitätssteigerung ist mittlerweile nicht nur bei Regierungsvertretern, sondern auch bei Wirtschaftsvertretern ein Topthema. Doch „während das ‚Ob‘ also unstrittig ist, besteht zum ‚Wie‘ kaum Einigkeit. Das zeigt auch der Entwurf des zweiten Ressourceneffizienzprogramms der deutschen Bundesregierung“, erklärte Naemi Denz, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am 28. Januar in Berlin.

Auf dem parlamentarischen Abend zum Thema „4 Jahre Ressourceneffizienz- Nachhaltigkeit ohne Regulierung?“ am 28. Januar in Berlin fügte sie hinzu: „Der Maschinen- und Anlagenbau setzt bei der Steigerung der Ressourceneffizienz auf freiwillige Maßnahmen, denn Ressourceneffizienz ist längst ein wettbewerbskritischer Bestandteil der Unternehmensstrategie. Hauptanreiz ist schlicht und ergreifend das Kostensenkungspotential. Marktgetriebene Lösungen haben Vorrang, und gesetzliche Eingriffe sollten nur dort stattfinden, wo es ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist.“

„Nachhaltigkeit ist eine politische Daueraufgabe und bedeutet, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Diese Ausgewogenheit muss auch dem deutschen Ressourceneffizienzprogramms zugrunde liegen“, stellte Andreas Jung, Mitglied der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Nachhaltigkeitsbeirats, in seiner Eingangsrede klar. Für Jung sollten deutsche und europäische Ziele aufeinander abgestimmt sein: „Deutschland sollte seiner Vorreiterrolle gerecht bleiben und seine Strategien zur nachhaltigen Wirtschaftsweise in Bezug auf die Politikfelder Ressourceneffizienz und Klimapolitik auf der Europäischen Ebene einbringen.“

Die Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gebhart (CDU), Michael Thews (SPD) und Oliver Krischer (Bündnis 90/Die Grünen) sowie der zuständige Abteilungsleiter im Umweltministerium Dr. Helge Wendenburg skizzierten Ihre Vorstellungen von einer nachhaltigen Ressourceneffizienzpolitik. Dr. Edmund Fleck, Mitglied der Geschäftsführung der Martin GmbH, München, brachte die Perspektive und Erwartungen der Unternehmen ein. „Als Hersteller von Effizienztechnologien sowie Abfall- und Recyclingtechnik sowie langlebigen Investitionsgütern leistet der Maschinen- und Anlagenbau seinen wichtigen Beitrag,“ betonte Dr. Fleck im Rahmen der Podiumsdiskussion.

Das Deutschen Ressourceneffizienzprogramms, genannt ProgRess II, wartet für die Jahre 2016-2020 mit einem ambitionierten Maßnahmenplan auf, der vermehrt auf verpflichtende Vorgaben setzt. Das Regierungsprogramm soll im Februar 2016 im Bundeskabinett verabschiedet werden.

Quelle: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.