Bayern legt Abfallbilanzen aller entsorgungs-pflichtigen Körperschaften für 2014 vor

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Recyclinghof (Foto: Kroll / recyclingportal.eu)

München – Das Bayerische Landesamt für Umwelt stellt mit einer neuen Broschüre eine Zusammenfassung der Abfallbilanzen aller entsorgungspflichtigen Körperschaften für das Jahr 2014 zur Verfügung. Die Landkreise und kreisfreien Städte erheben Daten zu Art, Herkunft und Menge der in ihrem Gebiet anfallenden Abfälle sowie zur Verwertung- und Beseitigung. Darüber hinaus werden Maßnahmen in den Bereichen Vermeidung, Verwertung, Behandlung und Beseitigung erfasst. Gemäß Artikel 12 des Bayerischen Abfallwirtschaftsgesetzes ist diese Dokumentation für alle öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger verpflichtend.

Insgesamt betrachtet zeigt die Abfallbilanz 2014 gegenüber dem Vorjahr relativ wenige Änderungen bei den Abfallmengen und den Entsorgungswegen auf. Die geringe Erhöhung der Gesamtabfallmenge um weniger als 2 Prozent auf 521 kg pro Einwohner und Jahr ist ausschließlich auf eine Zunahme bei den Wertstoffen zurückzuführen, während es beim Restabfall zu einem geringfügigen Rückgang kam.

Insbesondere die biologische Verwertung führte zur Steigerung bei den Wertstoffen. Beim Grüngut aus Hausgärten gab es einen Anstieg von 90 auf 95 kg pro Einwohner und Jahr. Obwohl die Anzahl von 78 Städten und Landkreisen mit Biotonne konstant geblieben ist, hat sich 2014 die Menge der gesammelten Abfälle um 34.000 t erhöht auf 55 kg pro Einwohner. Interessant dürfte hier die weitere Entwicklung sein, infolge der ab 2015 geltenden Regelung zur getrennten Erfassung von Bioabfällen.

Im Bilanzjahr hat sich die Menge der Elektro- und Elektronik-Altgeräte, die in Bayern von Städten und Landkreisen gesammelt und selbst vermarktet wurden, nochmals auf 81.000 t oder 6,4 kg pro Einwohner erhöht. Die Eigenvermarktung hat damit einen Anteil erreicht, der weitere Steigerungen kaum erwarten lässt. Solange sich am Markt aber Verwertungserlöse erzielen lassen, wird sich die Eigenvermarktung auch zukünftig auf einem hohen Niveau bewegen – selbst wenn die Auswirkungen der Novellierung des Elektro- und Elektronikgerätegesetztes derzeit noch nicht absehbar sind.

Bei der Verwertungsquote, nach der in Bayern seit 1991 angewendeten Definition, ergab sich für 2014 ein Anstieg auf 74 Prozent, ebenso stieg die Verwertungsquote für Primärabfälle auf 66,7 Prozent.

Die vollständige Bilanz 2014 zum Hausmüll in Bayern steht unter abfallbilanz.bayern.de  zum Download bereit.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)