Alte Weihnachtsbäume liefern Bioenergie für Strom und Wärme

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Baumtransport (Foto: © winternitz / http://www.pixelio.de)

Berlin – Für die umweltfreundliche Erzeugung wohliger Wärme stehen ausgereifte Erneuerbare Energien-Technologien bereit. Unter anderem auch für Heizenergie von Millionen ausgedienten Weihnachtsbäumen, die dieser Tage am Straßenrand stehen. „Mit der Energie von rund 500 Weihnachtsbäumen kann rechnerisch ein Durchschnittshaushalt ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Alternativ könnten diese Weihnachtsbäume knapp 1.000 Liter Heizöl ersetzen“, erläutert der Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, Philipp Vohrer.

Mehr als 29 Millionen Weihnachtsbäume werden in Deutschland Jahr für Jahr verkauft – mit steigender Tendenz. Ein großer Teil der Bäume wird im neuen Jahr zu Holzhackschnitzeln verarbeitet. Die drei bis fünf Quadratzentimeter großen Holzstückchen finden in Heizkesseln ebenso Verwendung wie in Holzheizwerken oder Holzkraftwerken, die umweltfreundlich Strom und Wärme produzieren. Zu Hackschnitzeln verarbeitete Weihnachtsbäume landen über den Umweg der energetischen Verwendung wieder in den eigenen vier Wänden. „Mit der aus einem einzigen Weihnachtsbaum zu gewinnenden elektrischen Energie könnte eine Lichterkette mit 25 elektrischen Kerzen die ganze Adventszeit über brennen“, rechnet Vohrer vor.

Weihnachtsbäume sind nur ein Beispiel dafür, wie Bioenergie sinnvoll zur umweltfreundlichen Wärmeversorgung beiträgt. Mit Energieträgern wie Holz, Stroh und anderen Energiepflanzen sowie Abfallstoffen ist die Bioenergie in Deutschland die mit Abstand wichtigste erneuerbare Energiequelle zum Heizen. Sie liefert insgesamt knapp 11 Prozent der Wärmeenergie – bei einem Anteil der Erneuerbaren am Wärmemarkt von derzeit nur gut 12 Prozent. „Das Potenzial der Erneuerbaren Energien ist im Wärmemarkt erst zu einem kleinen Teil erschlossen“, konstatiert Vohrer.

Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien