Deutschlands Verbraucher wollen eine bessere Kennzeichnung beim Pfandsystem

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Pfandrücknahme (Foto: © Heike Dreisbach /http://www.pixelio.de)

Berlin — Am 1. Mai 2006 wurde in Deutschland das DPG Pfandsystem eingeführt. Aber auch nach fast zehn Jahren sorgt es noch immer für Ärger. Noch immer schätzt fast jeder Zweite – 44 Prozent der Deutschen – sein Wissen über unser Pfandsystem als eher schlecht bis sehr schlecht ein. Noch schlimmer: 35 Prozent bekennen, auch nach einem Jahrzehnt „null Ahnung“ davon zu haben. Nur zwei Prozent der Verbraucher fühlen sich sehr gut informiert über das deutsche Pfandsystem.

Das ist das Ergebnis einer im Mai 2015 erschienen Studie von MenteFactum. Ebenso ernüchternd: Nur die Hälfte der Befragten kann den Unterschied zwischen Einweg und Mehrweg erklären. Zwei Drittel wiederum wissen nicht genau, für welche Flaschen und Dosen Pfand erstattet und falls ja, in welcher Höhe.

Fast jeder Verbraucher, laut Studie genau 94 Prozent, hat dieses kleine Logo schon auf einer Flasche oder Dose erkannt. Und 73 Prozent können es sogar ohne einen expliziten Kontext einordnen. Eine deutliche Mehrheit ist inzwischen auch darüber informiert, dass pfandpflichtige Flaschen aus PET und Dosen aus Aluminium oder Weißblech für die Herstellung neuer Produkte verwendet und somit in den Werkstoffkreislauf zurückgeführt werden. Aber 63 Prozent der Verbraucher sind auch der Meinung, dass dieses weltweit einzigartige Pfandsystem noch immer viel zu wenig von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Das Gesamtfazit der aktuellen Studie lautet deshalb: Die überwältigende Mehrheit von 94 Prozent der Deutschen fordert endlich eine klare Kennzeichnung und zwar am Produkt selbst. 88 Prozent wünschen sich darüber hinaus, dass diese für alle Hersteller einheitlich und verbindlich sein muss. Und das hieße endlich: „Schluss mit dem Ärger am Pfandautomaten“.

Dabei hat dieses Dauerärgernis eigentlich einen einfachen Grund: die unklaren Kennzeichnungen auf Getränkeverpackungen. Entweder weil sie nicht einheitlich oder zu ungenau sind oder ganz fehlen. Leuchtendes Gegenbeispiel: das einheitliche Logo auf Einweggetränkeverpackungen der Deutschen Pfandgesellschaft (DPG). Äußerlich eindeutig zeigt es klein und ganz in Schwarz eine Flasche, eine Dose und darunter ein Pfeil dessen Spitze den Einweg anzeigt – die Kennzeichnung der DPG für pfandpflichtige PET-Flaschen und Dosen, die unmittelbar nach dem Gebrauch gesammelt und recycelt werden.

Quelle: Pressebox / BGVZ Bund Getränkeverpackungen der Zukunft GbR