Österreich: Neue Regelungen für Baurest-Massen, Registrierung und Verpackungen

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Rechtsprechung unter der Lupe (Foto: © ThorbenWengert /http://www.pixelio.de)

Feldkirchen bei Graz – Seit dem 1. Januar 2016 gelten in Österreich verschiedene rechtliche Änderungen. An diesem Zeitpunkt greift eine neue Baurestmassen-Verordnung, wird das Anfallstellenregisters der ARA an einer neuen Stelle geführt und müssen gebrauchte Verpackungen aus Anfallstellen getrennt erfasst werden.

Seit Jahresbeginn ist in Österreich eine neue Baurestmassen-Verordnung in Kraft. Strengere Qualitätsanforderungen für Recyclingbaustoffe bedingen höhere Qualitätsanforderungen für dessen Ausgangsstoffe (Verunreinigungen <1 Volumenprozent) und ziehen mehrere Neuerungen mit sich:

  • Materialien, die beim Abbruch anfallen, müssen auf der Baustelle getrennt werden.
  • Recyclingbaustoffe, bei denen die Dokumentationen fehlerhaft sind, sind automatisch nicht verwertbar und daher nur noch auf einer Baurestmassendeponie ablagerbar.
  • Diese Änderungen bedeuten einen höheren Verwaltungsaufwand durch den notwendigen Dokumentationsprozess, größere Hürden bei Recycling und Verwertung sowie steigende Mengen auf den Deponien, wodurch mit Verteuerungen zu rechnen ist.

Verpackungskoordinierungsstelle übernimmt Anfallstellenregister

Ab Januar 2016 übernimmt die Verpackungskoordinierungsstelle des Umweltbundesamtes (VKS) die Führung des Anfallstellenregisters der ARA. Aufgrund der strengen Datenschutzbestimmungen kann die VKS ohne Ihr Einverständnis die Daten nicht übernehmen und Ihnen droht der Verlust der AS-Nummer. Weitere sind Informationen unter Tel. +43 1 313 04/ 2020, E-Mail asr@vks-gmbh.at und Internet vks-gmbh.at erhältlich.

Verpackungen getrennt sammeln

Gebrauchte Verpackungen aus Anfallstellen (jedes Gewerbe mit AS-Nr.) müssten getrennt von Verpackungen aus Haushalt und Kleinstgewerbe gesammelt werden. Auch die Anlieferung an Übernahmestellen muss in den vorgegebenen Sammelkategorien erfolgen.

Quelle: Saubermacher Dienstleistungs GmbH