IKB rechnet bei Schrotten mit leicht höheren Notierungen

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Stahlverarbeitung (Foto: Kroll/ Recyclingportal.eu)

Düsseldorf – Die Weltrohstahlproduktion dürfte 2015 um rund 2,5 Prozent gesunken sein, während die Weltproduktion von Primäraluminium 2015 um gut 9 Prozent anstieg. Die weltweite Kupferminenproduktion könnte 2015 um rund 3 Prozent zugelegt haben, meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Während die Rohstahl-Erzeugung in Deutschland stagnierte und in der EU um 1,5 Prozent zurück ging, brach sie in den USA um 10 Prozent und in China um gut 2 Prozent ein. Für 2016 sieht die IKB bei einer leicht anziehenden Stahlnachfrage einen Produktionsanstieg von 2 Prozent und weiter steigende Ausfuhren Chinas. Die Schrottpreise tendierten bei niedrigen Eisenerzpreisen seitwärts, vereinzelt ansteigend. Das Altschrottangebot war knapp. Während die Weltrohstahlpreise bei Flachprodukten um bis zu 5 Prozent nachgaben, fiel der Rückgang bei Langprodukten stärker aus. Analog entwickelten sich die europäischen Preise. In der Tendenz wird in Q1 2016 mit einem Anstieg der Preise um 2 Prozent gerechnet, bei Schrotten ebenso mit leicht höheren Notierungen.

China konnte 2015 seine Primäraluminium-Erzeugung um rund ein Sechstel auf über 31 Mio. t ausweiten könnte. Auch die übrigen asiatischen Regionen und Europa legen zu, während Amerika einen Rückgang verzeichnet. 2016 erwartet die Industriebank eine Welt-Produktion von knapp 60 Mio. t und einen leichten Anstieg der Recyclingproduktion. Die Vorräte dürften im ersten Quartal 2016 weiter sinken. Die Nachfrage wird weiter vom Trend zum Leichtbau getragen; wichtige Abnehmerbranchen entwickeln sich stabil bis steigend. Tendenziell bewegen sich die Primäraluminium-Preise im ersten Quartal 2016 um die Marke von 1600 US-$ mit einem Band von 200 US-$; die Preise von Recycling-Aluminium liegen rund 100 US-$ darüber.

Infolge einer Ausweitung der Minenproduktion war 2015 in der weltweiten Kupferminen-Produktion ein leichter Rückgang der Kapazitätsauslastung zu beobachten. Die Raffinadeproduktion stieg dagegen nur um 1,5 Prozent an. Der weltweite Verbrauch dürfte im Gesamtjahr 2015 um knapp ein Prozent gesunken sein, dem jedoch 2016 ein Zuwachs von rund 3 Prozent folgen sollte. Nicht überraschend ist, dass China im Verbrauch zulegte, während Europa und Amerika geringere Verbräuche aufwiesen. Die Vorräte an den Börsen waren tendenziell weiter rückläufig. 2015 dürfte mit einem geringen Angebotsüberschuss abgeschlossen haben: Nach drei Quartalen betrug dieser allerdings nur 35.000 t. In der Tendenz sieht die IKB die Kupfernotierung in den nächsten zwei Monaten in einem Band von 600 US-$ um die Marke von 5.000 US-$.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank