Ungarn fährt seine Investitionen in die Abfallbehandlung zurück

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Ungarns Parlament in Budapest (Foto: ©Ruth Rudolph / http://www.pixelio.de)

Budapest, Ungarn – Die Investitionen in die Abfallbehandlung wurden in den letzten Jahren in Ungarn stark zurückgefahren. Von durchschnittlich 27,1 Mrd. Forint (967 Mio. Euro) in den Jahren 2005 bis 2010 sanken sie auf im Schnitt rund 11,1 Mrd. Forint (384 Mio. Euro) in den Jahren 2011 bis 2013. Seit 2013 gibt es einen neuen Abfallwirtschaftsplan, die Details sind allerdings noch in Arbeit, meldet Germany Trade & Invest.

Mitte 2013 waren in Ungarn insgesamt 70 Deponien in Betrieb. Halden, die nicht den EU-Normen entsprochen haben, wurden bis Juli 2009 geschlossen. Doch die Deponierungsquoten sind bei Industrieabfällen wie auch bei Siedlungsabfällen nach wie vor hoch. Laut Eurostat landeten 2013 rund zwei Drittel der ungarischen Siedlungsabfälle auf Deponien (EU 28-Durchschnitt: 31 Prozent). Maßnahmen zur Rekultivierung dieser Deponien werden unter anderem mit EU-Mitteln in der Förderperiode 2014 bis 2020 durchgeführt.

Das Einsammeln und der Abtransport von Siedlungsabfällen gehen in Ungarn vollständig in die öffentliche Hand über. Zu den privaten deutschen und österreichischen Entsorgern, die dafür keine neuen Lizenzen mehr erhalten konnten, gehörten: Remondis Hungária, AVE Magyarország, A.S.A. Magyarország und Saubermacher Hungária. Einige Unternehmen sind in anderen Teilsegmenten der Abfallwirtschaft aktiv geblieben.

Weitere Informationen sind unter gtai.de zu finden.

Quelle: Germany Trade & Invest