VKU: Bioabfall-Mengen schon im Vorgriff auf Trennpflicht deutlich gesteigert

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Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)

Berlin – Im Jahr 2014 haben die kommunalen Abfallwirtschaftsbetriebe haben 800.000 Tonnen mehr Bioabfall gesammelt als im Vorjahr. Damit stieg die Gesamtmenge auf 9,8 Millionen Tonnen. Das entspricht laut Statistischem Bundesamt einem Pro-Kopf-Aufkommen von 121 Kilogramm pro Einwohner – neun Kilogramm mehr sind als 2013. Verpflichtend gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz ist die getrennte Erfassung erst ab Januar 2015. Die Kommunen haben mit dem Ausbau der getrennten Erfassung und begleitender Abfallberatung schon vor dem Inkrafttreten der gesetzlichen Trennpflicht begonnen und die Sammelquoten von Bioabfall deutlich gesteigert.

Dazu erklärt der Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Patrick Hasenkamp: „Steigerungen im Bereich der Bioabfallsammlung zu erreichen, ist ein langwieriger und nicht ganz einfacher Prozess, da häufig auch erst die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für die Biotonne gewonnen werden muss. Doch das Engagement der kommunalen Betriebe bei der Biosammlung hat sich bezahlt gemacht.“

Aus Sicht des VKU wird dadurch die besondere Ressourcenverantwortung der kommunalen Betriebe deutlich. Hasenkamp: „Kommunen haben sich der besseren stofflichen Verwertung von Haushaltsabfällen verschrieben und haben bei den Bioabfällen schon im Vorgriff auf die gesetzliche Trennpflicht die Mengen deutlich gesteigert. Man kann darauf vertrauen, dass die Kommunen die gesetzlichen Recyclingvorgaben gewissenhaft erfüllen. In 2015 rechnen wir mit weiteren Mengensteigerungen und wir werden vermutlich die 10-Millionen-Tonnen-Marke beim Bioabfall knacken.“

Deshalb – so Hasenkamp – sei es umso unverständlicher, „dass nach dem Willen des Bundesumweltministeriums in Zukunft große Teile der Wertstofferfassung den Kommunen entzogen werden und in die Hände der dualen Systembetreiber gelangen sollen“. Die kommunalen Unternehmen sprechen sich dafür aus, im Wertstoffgesetz die Organisationsverantwortung für die Sammlung aller Wertstoffe in die Hände der Kommunen zu geben.

„Wenn die Kommunen schon heute gut 120 Kilogramm Bioabfälle pro Einwohner und Jahr erfolgreich getrennt erfassen, werden sie auch die circa 35 Kilogramm Wertstoffe, die für die Wertstofftonne im Bundesdurchschnitt avisiert sind, problemlos erreichen“, betont so Hasenkamp.

Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)