Grenzüberschreitend: sht verstärkt intermodale Entsorgungslogistik

1159
Setzt auf Schienentransport: sht (Foto: Sievert Handel Transporte GmbH)

Lengerich – Die Sievert Handel Transporte GmbH (sht) baut ihre intermodale Entsorgungslogistik im grenzüberschreitenden Verkehr weiter aus. Eine neue Relation führt nun von Südfrankreich nach Heilbronn. Seinen Schwerpunkt legt der branchenübergreifende Logistiker mit Hauptsitz im westfälischen Lengerich auf Door-to-Door-Lösungen: Neben dem Hauptlauf per Bahn organisiert die sht den Vor- und Nachlauf per Lkw. Die intermodalen Logistiklösungen für die Entsorgungsbranche sind Teil der stetigen Erweiterung des Dienstleistungs-Portfolios der sht.

Die im Herbst neu geschaffene Südfrankreich-Relation geht von Calce bei Perpignan nach Heilbronn. Etwa drei Viertel der deutlich über 1000 Kilometer langen Strecke legen die mit Filterstäuben befüllten Intermodalcontainer per Zug zurück. „Wir organisieren im Rahmen unserer Door-to-Door-Lösungen nicht nur die Abholung beim Verlader und den Transport auf der Schiene, sondern auch den Nachlauf vom Terminal in Luxemburg. Alles in allem ist das ein Rundum-Sorglos-Paket für unsere Kunden“, betont Niklas Sievert, Geschäftsführer der sht.

Verlässlichkeit der Transporte

Wöchentlich werden nun Filterstäube der Gefahrklasse 6.1 in eine Untertagedeponie transportiert. Die Gesamtmenge liegt bei rund 4500 Tonnen pro Jahr – für Niklas Sievert ein gutes Beispiel für den Nutzen intermodaler Relationen: „Ein solches Konzept ist besonders für Verlader attraktiv, die planbare und große Mengen von schütt- oder rieselfähigen Gütern entsorgen wollen.“ Die absolute Verlässlichkeit der Transporte hat dabei oberste Priorität: „Bei möglichen Bahnstreiks verpflichtet sich die sht, mit den anfallenden Containern auf die Straße auszuweichen und die Entsorgung trotz der erschwerten Situation durchzuführen“, erklärt Sievert.

Mit Blick auf die Verlässlichkeit haben intermodale Verkehre noch weitere Vorteile für die Verlader: Vor allem Stau- und Witterungsrisiken werden durch den Schienentransport reduziert, wodurch die Transporte zeitlich besser planbar werden. Auch aus administrativer Sicht bieten sich Vorzüge: Grenzüberschreitende Entsorgungstransporte müssen in der EU grundsätzlich genehmigt werden, weshalb einzelfallbezogene Transportlösungen mit verschiedenen Partnern sehr aufwändig sind. Für Niklas Sievert ist die Strategie daher klar: „Die Rahmenbedingungen bieten ein deutliches Marktpotenzial für intermodale Entsorgungslösungen.“

Zunehmend internationale Transporte

Die sht stärkt ihre Entsorgungssparte bereits seit einigen Jahren und organisiert zunehmend internationale Transporte in Italien, der Schweiz oder den Niederlanden. Die Relation Südfrankreich – Baden-Württemberg ist bereits die zweite regelmäßig intermodal bediente Strecke im Angebot der sht. Seit 2013 ist die Strecke Dänemark – Bayern im Programm. Ab Frühjahr 2016 will der Logistikdienstleister auch von Mailand und Neapel aus intermodale Entsorgungstransporte nach Deutschland durchführen.

Die Sievert Handel Transporte GmbH (sht) ist ein branchenübergreifender Transport- und Logistikdienstleister mit dem Schwerpunkt Baustoffindustrie. Zu den Tochterunternehmen gehören die Sievert Gass GmbH (Hausach), die Sievert Logistik GmbH (Kruft), die Sievert Schuck GmbH (Stockstadt), die SBT Sievert Benthack Transporte GmbH & Co. KG (Hamburg-Kaltenkirchen), die i4 Transportation GmbH & Co. KG (Heilbronn) und die NTM B.V. (Neu-Amsterdam, NL). Die sht selbst gehört ihrerseits zur Sievert AG (Osnabrück).

Quelle: Sievert Handel Transporte GmbH