BDSV: Stahlrecycling-Wirtschaft musste 2013 weiteren Rückgang wegstecken

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Stahlschrott (Foto: Kürth/Recyclingportal.eu)

Düsseldorf — Der Gesamtversand der deutschen Stahlrecyclingwirtschaft ging im Jahr 2013 auf 27,3 Mio. Tonnen zurück und lag damit um 4,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, teilte BDSV-Hauptgeschäftsführer Rainer Cosson heute mit. Bereits im Jahr 2012 verzeichnete die Branche einen Rückgang von 3,5 Prozent .

Abnehmer des Stahlschrotts sind Stahlproduzenten und Gießereien. Zwischen ihnen gab es signifikante Unterschiede. Während die deutsche Stahlproduktion in 2013 nahezu gleich blieb, kauften die deutschen Stahlwerke mit 15,04 Mio. Tonnen 1 Prozent weniger zu als im Vorjahr.

Ein Grund lag in einer Verschiebung zwischen den Produktionslinien Elektrostahl und Oxygenstahl. Während die Produktion an Elektrostahl (der auf Basis von Schrott zu praktisch 100 Prozent hergestellt wird) um 2,4 Prozent zurückging, nahm die Produktion von Oxygenstahl um 1,1 Prozent zu; in den integrierten Stahlwerken wird Schrott aber nur zu rund 18 Prozent (wenn auch mit zunehmender Tendenz) eingesetzt.

Die deutschen Gießereien kauften nach ersten Schätzungen 3,34 Mio. Tonnen Schrott zu – 7,1 Prozent weniger als im Vorjahr. In dieser Wirtschaftssparte ist der Stahlschrotteinsatz mit ca. 88 Prozent zu beziffern.

Verschärfend kam nach Ansicht von Rainer Cosson hinzu, dass die Mengenrückgänge mit einer fallenden Preistendenz zusammentrafen. Insgesamt könne man deshalb mit dem vergangenen Jahr nicht zufrieden sein. Die Stahlrecycler richteten all ihre Hoffnungen nun auf 2014; erste Anzeichen für
Besserungen seien bislang allerdings noch rar.

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.