Hin zur Ressourcenschonung: Schweiz revidiert Techn. Verordnung über Abfälle

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Abfallcontainer (Foto: © Michael Loeper /http://www.pixelio.de)

Bern, Schweiz — Die Totalrevision der Technischen Verordnung über Abfälle räumt der Vermeidung, Verminderung und gezielten Verwertung von Abfällen einen höheren Stellenwert ein. Um diese Erweiterung abzubilden, heisst sie neu «Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen» (VVEA). Der Schweizer Bundesrat hat die revidierte Verordnung gutgeheissen und auf den 1. Januar 2016 in Kraft gesetzt.

Die Revision wurde notwendig, um den Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte gerecht zu werden und die neuen Herausforderungen in der Schweizer Abfallwirtschaft zu meistern. Die wichtigsten Änderungen der neuen, so genannten «Abfallverordnung», die am 1. Januar 2016 in Ktaft tritt, sind die folgenden:

  • Die Vorschriften für die Verwertung von biogenen Abfällen, wie beispielsweise von Lebensmitteln oder Holzabfällen sind neu gefasst.
  • Die Vorgaben für Deponien wurden dem Stand der Technik angepasst. Dabei wurde klarer geregelt, wie die Nachsorge nach Abschluss des Deponiebetriebs sichergestellt werden muss.
  • Die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm, Tier- und Knochenmehl wird zur Pflicht. Es gilt eine Übergangsfrist von zehn Jahren.
  • Die Verordnung, wie Abfälle in Zementwerken verwertet werden dürfen, wurde präzisiert.
  • Berichterstattung, Informationspflicht und Ausbildung werden neu geregelt.

Die Technische Verordnung über Abfälle stammt aus dem Jahr 1990; in der Zwischenzeit hat sich viel verändert. In den nächsten Jahren soll sich die Abfallwirtschaft zur Ressourcenwirtschaft entwickeln. Hauptziel der Verordnungsrevision ist die Schonung der Ressourcen. Damit lassen sich positive Effekte auf die Volkswirtschaft erzielen. Geschlossene Rohstoff-Kreisläufe führen mittel- und langfristig zu einer günstigeren Entsorgungsinfrastruktur, da bei den Kehricht-Verbrennungsanlagen Kapazitäten eingespart werden können. Dies kommt den Haushalten und Unternehmen zugute.

Die aktualisierte Fassung der Verordnung kann unter news.admin.ch heruntergeladen werden.

Quelle: BAFU