IKB rechnet mit Nachfrageanstieg bei Zink und Blei in den nächsten Monaten

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Zinkerz (Foto: Initiative Zink)

Düsseldorf – Die Zink-Lagerbestände an der LME haben sich bis Ende November 2015 leicht auf etwa 0,54 Mio. Tonnen erhöht. Der Lagerbestand an der SHFE bewegt sich um 0,17 Mio. Tonnen. Die Bestände entsprechen dem Verbrauch von über zwei Wochen, was eine gute Versorgung darstellt. Der Markt wies einen Angebotsüberschuss (gut 188.000 Tonnen) in den ersten drei Quartalen 2015 auf, der sich so auch im Gesamtjahr fortsetzen dürfte, meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.


Die Bleivorräte an der LME sind auf unter 130.000 Tonnen gesunken, diejenigen an der SHFE (13.000 Tonnen) gingen stark zurück. Das absolute Niveau der Bestände entspricht damit dem Verbrauch von rund fünf Tagen. Damit ist die Versorgungssituation bei Blei deutlich enger. Allerdings war der Markt bis Ende September 2015 ausreichend versorgt. Es ergab sich ein kleiner Angebotsüberschuss von insgesamt 13.000 Tonnen.

Die Zinkminenproduktion erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2015 um 2,1 Prozent; im Gesamtjahr dürften es noch knapp 1 Prozent sein. Die Raffinadeproduktion legte stärker zu (+5,7 Prozent); für das Gesamtjahr schätzet die IKB den Zuwachs auf unter 4 Prozent. Dies ist vor allem auf Produzenten in China und Indien zurückzuführen. Der Verbrauch legte dagegen nur um knapp 1 Prozent zu, was auch für 2015 insgesamt erwartet wird. Es ergab sich ein Angebotsüberschuss. Bis Jahresende sollte dieser auf knapp 90.000 Tonnen abgeschmolzen sein. Für 2016 erwartet die Industriebank einen Nachfrageanstieg von etwa 3 Prozent auf dann knapp 14,4 Mio. Tonnen Reinzink. Und sie prognostiziert für den Zinkpreis der nächsten drei Monate eine Bewegung um eine Marke von 1.600 US-$ pro Tonne mit einer Schwankungsbreite von 200 US-$.

Die Bleiminenproduktion sank in den ersten neun Monaten 2015 um knapp 5 Prozent. China und Australien reduzierten die Produktion erheblich. Die Raffinadeproduktion verringerte sich infolge eines niedrigeren Ausstoßes u. a. in China und den USA um fast 7 Prozent. Der Verbrauch verminderte sich im gleichen Umfang (-7 Prozent), wobei China den höchsten Rückgang aufgrund geringerer Nachfrage für die Herstellung von Elektrofahrrädern verzeichnete. Im Gesamtjahr 2015 dürfte die Nachfrage um knapp 3 Prozent fallen, im nächsten Jahr jedoch wieder um 2 Prozent anziehen. Bei Blei ergab sich ein geringer Angebotsüberschuss. Insgesamt dürfte der Markt auch 2015 wieder weitgehend ausgeglichen sein; die IKB erwartet maximal einen Angebotsüberschuss von 25.000 Tonnen. Daher sieht sie bis Ende März 2016 eine Bewegung um 1.700 US-$ pro Tonne mit einer Bandbreite von 150 US-$.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank