Nichteisen-Metallindustrie blickt etwas optimistischer in die Zukunft

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Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle

Berlin – Die deutsche Nichteisen(NE)-Metallindustrie blickt wieder etwas optimistischer ins Jahr 2016. Im Zeitraum Januar bis September 2015 erwirtschaftete die Branche mit durchschnittlich 112.000 Beschäftigten in etwa 670 Unternehmen eine Produktion von sechs Millionen Tonnen (plus 0,5 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum) und einen Umsatz von 37 Milliarden Euro, davon 17 Milliarden Euro im Ausland. Die Ausfuhrquote belief sich auf gut 44 Prozent. 60 Prozent der Exporte gingen in die Euroländer – das sind zwei Prozentpunkte mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.


Die Stimmung der metallerzeugenden und -verarbeitenden Industrie hat sich nach dem Tief im Oktober verbessert. So wird die aktuelle Geschäftslage von etwa 80 Prozent der befragten Unternehmer mit gut oder saisonüblich beurteilt. Ebenfalls rund 80 Prozent sehen auf Sicht von sechs Monaten bessere oder gleich gute Geschäfte. Für das Jahr 2016 erwartet die NE-Metallindustrie eine stabile bis leicht steigende Produktion gegenüber dem Vorjahr.

Die deutsche Aluminiumindustrie erzeugte im Zeitraum von Januar bis September 2015 rund 875.000 Tonnen Rohaluminium. Damit lag die Produktion drei Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Die Herstellung von Rohaluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 404.000 Tonnen Hüttenaluminium und knapp 471.000 Tonnen Recyclingaluminium auf. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Produktion von Hüttenaluminium um drei Prozent, während die Recyclingaluminiumproduktion um knapp vier Prozent wuchs.

Die Konjunktur der deutschen Buntmetallindustrie (Kupfer, Zink, Blei, Zinn und Nickel) zeigte sich insgesamt robust, obwohl sich einzelne Teilbranchen seit den Sommerferien eintrübten. So verzeichnete die gesamte Branche im Zeitraum Januar bis September 2015 einen leichten Produktionsanstieg um ein Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 2,4 Millionen Tonnen. Die Buntmetallindustrie gliedert sich in die Produktionsstufen Erzeugung und erste Bearbeitung (Halbzeug). Die Produktion der gesamten Buntmetallerzeugung legte im selben Zeitraum um ein Prozent auf 989.000 Tonnen zu.

Die deutschen NE-Metallgießereien produzierten in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres knapp 898.000 Tonnen. Dies ist ein Plus von knapp fünf Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Aufträge aus dem Bereich Fahrzeugbau lagen für die ersten drei Quartale 2015 im Vergleich zum Vorjahr im Minus. Dies betraf einzig den Aluminiumbereich. Die anderen Werkstoffe lagen im Auftragseingang stabil im Plus. Die Aluminiumgießereien registrierten mit 712.000 Tonnen einen um fünf Prozent niedrigeren Auftragseingang als 2014.

Der WVM-Quartalsbericht November 2015 kann unter wvmetalle.de heruntergeladen werden.

Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle. e.V.