30 Jahre Max Aicher Umwelt GmbH: Mit Rohstoffen bewusst und sparsam umgehen

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Ein Highlight des Abends: die Rede von Geschäftsführer Max Aicher (Foto: © Max Aicher Umwelt GmbH)

Piding – Auf den Tag genau vor 30 Jahren wurde das Unternehmen als Max Aicher GmbH gegründet. Ein würdiger Anlass für eine Jubiläumsgala und einen Rückblick auf die Entwicklung des Unternehmens. So feiertenKunden, langjährige Wegbegleiter und Mitarbeiter am 19. November das 30-jährige Bestehen von Max Aicher Umwelt.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Überreichung eines Schlacken-Oscars an die Geschäftsführer der Max Aicher Umwelt GmbH, Dipl.-Ing. Max Aicher und Dipl.-Ing. Georg Geißler. „Stahl kann nicht ohne Schlacke und Schlacke kann nicht ohne Stahl. Dieser Oscar ist aus schwarzer Elektroofenschlacke und Stahl der Lech-Stahlwerke hergestellt“ erklärte Dr.-Ing. Dirk Mudersbach, Bereichsleiter Forschung & Entwicklung von Max Aicher Umwelt. „Er soll die Verbindung und gute Zusammenarbeit mit den Lech-Stahlwerken zeigen.“

Unternehmen und Umwelt sind keine Gegensätze

In seiner Ansprache betonte Max Aicher die Verpflichtung, mit Rohstoffen bewusst, verantwortungsvoll und sparsam umzugehen. „Unternehmen und Umwelt werden künstlich zu Gegensätzen erklärt“, so Aicher. „Funktionierende Unternehmen setzen eine intakte Umwelt voraus – zum Erhalt guter Arbeitsbedingungen und zum Wohle der beschäftigten Menschen und ihrer Familien. Deswegen engagieren wir uns seit nunmehr 30 Jahren im Bereich Umwelt und Recycling. Denn das deckt beide Seiten der Produktionskette ab – Firmen agieren als Rohstofflieferant für andere Firmen. Wieder andere schließen die Produktionskette durch Verwertung von Nebenprodukten und stellen den Beginn einer weiteren Produktionskette dar. Das ist die praktische Anwendung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft und steuert dem weltweit wachsenden Rohstoffabbau entgegen.“

„Die Max Aicher Umwelt feierte zum ersten Mal ein derartiges Fest und es war ein schöner Anlass, um viele Geschäftspartner aus unseren beiden Bereichen sowie Mitarbeiter auf einem Platz vereinen zu können. Es wurde viel gelacht, aber auch sehr gute anregende Gespräche konnten in diesem Rahmen geführt werden.“ freute sich Dipl.-Ing. Georg Geißler.

1992: Schwerpunkt auf Müllumlade- und Ferntransportsystemen

In kurzweiligen Talkrunden ließen Geschäftspartner und leitende ehemalige Mitarbeiter die 30-jährige Erfolgsgeschichte von Max Aicher Umwelt Revue passieren.

Die eigentliche Unternehmensgeschichte beginnt 1992, als Max Aicher den Bereich Entsorgungstechnik von den Bayerischen Berg-, Hütten- und Salzwerken (BHS) erwarb und an die Max Aicher Umwelt GmbH übertrug. Ab diesem Zeitpunkt legte die Max Aicher GmbH den Schwerpunkt auf den Vertrieb von Müllumlade- und Ferntransportsystemen und gewann damit 1996 eine Ausschreibung für den Betrieb des Müllheizkraftwerks und des Müllumlade- und Bahntransportsystems der ZAS Burgkirchen. Weitere Aufträge für die Errichtung von Müllumladestationen, etwa in Usbekistan, ließen nicht lange auf sich warten.

Auch wenn der Betrieb des Müllheizkraftwerks ab 2008 von der ZAS Burgkirchen selbst durchgeführt wurde, so verantwortet die Max Aicher Umwelt GmbH auch heute noch größtenteils die Entsorgung der Reststoffe des Müllheizkraftwerks.

2009: Spezialisierung auf Schlacken- und Reststoffverwertung

Im Zuge einer Umstrukturierung innerhalb der Max Aicher Unternehmensgruppe wurde Ende 2009 der Bereich Schlackenaufbereitung und -verwertung von der Max Aicher Recycling abgetrennt und der Max Aicher GmbH übertragen. Im Zuge dieser Umstrukturierung änderte sich auch der Firmenwortlaut in Max Aicher Umwelt GmbH.

Mit insgesamt 30 Mitarbeitern in der Zentrale in Piding und einer Niederlassung in Meitingen, ist Max Aicher Umwelt heute ein stetig wachsendes Unternehmen der Recyclingbranche. Über 180.000 Tonnen Elektroofenschlacke werden jährlich für das einzige Stahlwerk Bayerns – die Lech-Stahlwerke – aufbereitet und verwertet. Zusätzlich ist Max Aicher Umwelt an zwei Versatzbergwerken in Thüringen beteiligt, in denen jährlich mehr als 300.000 Tonnen Rohstoffe aus dem gesamten deutschsprachen Raum und vielen europäischen Ländern verwertet werden.

Quelle: Max Aicher Umwelt GmbH