Andreas Schwenter einstimmig zum neuen BDSV Präsidenten gewählt

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Andreas Schwenter, neuer BDSV-Präsident (Foto: BDSV)

Magdeburg – Der bayerische Unternehmer Andreas Schwenter, 49, ist neuer Präsident der BDSV – Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling und Entsorgungsunternehmen e. V. Mit 100 Prozent der Stimmen wählten die Mitglieder des größten Branchenverbandes für Stahl- und Metallrecycling in Europa den 49-Jährigen für die Zeit von drei Jahren in das höchste Ehrenamt der BDSV. Schwenter folgt damit auf den schwäbischen Unternehmer Heiner Gröger, der sich nach zwei vollen Amtsperioden aus unternehmerischen Gründen nicht mehr um das Amt beworben hatte.

Andreas Schwenter ist seit 1999 geschäftsführender Gesellschafter der Frimberger GmbH, einem mittelständischen Stahlrecycling-Unternehmen mit Sitz in Bad Tölz. Gleichzeitig ist er für einen Konzern – die Thyssen Alfa Gruppe – beratend tätig. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann engagiert sich im Verband bereits seit über 12 Jahren, zunächst im sogenannten Juniorkreis, seit Sommer 2012 auch als Vorsitzender der Landesgruppe Süd.

Für unternehmerische Freiheit kämpfen

In seiner Antrittsrede schwor Andreas Schwenter die Mitglieder der BDSV darauf ein, für den Erhalt der unternehmerischen Freiheit zu kämpfen. „Die Kommunen und ihre Interessenverbände wollen ein völlig anderes – nämlich staatliches – Recycling-System. Es ist aber nicht die Aufgabe des Staates, private Unternehmen aus dem Markt zu drängen und Arbeitsplätze zu vernichten.“ Seit Jahren sehe sich die Branche einem immer stärkeren Druck zur Verstaatlichung ausgesetzt, so Schwenter weiter; zudem sorge der dramatische Verfall der Rohstoffpreise dafür, dass derzeit die Unternehmen der Branche für ihren Erhalt stark kämpfen müssten.

Schwenter kündigte in seiner Rede an, die Mitglieder stärker in die Verbandsarbeit einbinden zu wollen: „Wir müssen auch auf regionaler Ebene gegenüber der Politik Präsenz zeigen. Der Verband wird seinen Mitgliedern das Schuhwerk dafür geben, aber die Schritte muss jeder von uns selbstständig gehen.“

Staat sollte Eigeninitiative fördern

Zur Bedeutung der Branche für die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung sagte Schwenter: „Auch der Umwelt zuliebe, brauchen wir einen Staat, der Eigeninitiative fördert und uns nicht durch immer neue Auflagen an der Rand der Wirtschaftlichkeit drängt.“ Schwenter nannte als Beispiel, das sich allein durch das Einschmelzen von einer Tonne Stahlschrott rund 680 Kilo Kohle, eine Tonne CO2 und 1,5 Tonnen Eisenerz einsparen ließen.

Neuer Vize-Präsident: Stephan Karle

Zum neuen stellvertretenden Präsidenten wurde ebenfalls einstimmig der 39-Jährige Stuttgarter Unternehmer Stephan Karle gewählt, bisher Vorsitzender des Juniorkreises. Karle leitet in dritter Generation einen Recycling- und Entsorgungsfachbetrieb, die Karle Recycling GmbH. Er folgt im Amt des Vize-Präsidenten auf Ulrich Althoff, der sich nur noch als einfaches Präsidiumsmitglied zur Wahl stellte und auch gewählt wurde.

Der neue Vize-Präsident betonte die Bedeutung des ehrenamtlichen Enga- gements für den Verband: „Ich freue mich darauf, auch in Zukunft an zentraler Stelle im Verband die wichtigen Herausforderungen unserer Bundesvereinigung mit zu meistern. Wir verdanken unsere Schlagkraft eben auch maßgeblich dem ehrenamtlichen Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer aus unseren Mitgliedsunternehmen.“

Gröger für „riesiges Engagement“ gedankt

Mit großem Applaus verabschiedeten die Mitglieder den scheidenden Präsidenten, Heiner Gröger, von 2009 bis 2015 Präsident des Verbandes. BDSV-Hauptgeschäftsführer Rainer Cosson danke Gröger für sein „riesiges Engagement für den Verband und die Belange der gesamten Stahlrecyclingbranche“.

Quelle: BDSV – Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling und Entsorgungsunternehmen e. V