Ökologisch und ästhetisch herausragend: Bundespreis Ecodesign honoriert Projekte

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Logo ecodesign 2015 (Quelle: Internationales Design Zentrum Berlin e. V. (IDZ)

Berlin — Die Gewinner des Bundespreises Ecodesign 2015 wollen heute Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, in Berlin auszeichnen. Mit dem Preis werden Produkte, Dienstleistungen und Konzepte ausgezeichnet, die sowohl ökologisch als auch ästhetisch herausragen. Insgesamt wurden acht Projekte aus den Bereichen Mobilität, Logistik, Mode, Energie sowie Ernährung prämiert.

Bundesumweltministerin Hendricks: „Wir wollen mit dem Bundespreis Ecodesign die öko-logische Produktgestaltung voran bringen. Nachhaltiger Konsum beginnt nicht erst mit einer Kaufentscheidung, sondern bereits bei der Gestaltung. Ein Großteil der Umweltwirkungen von Produkten, im Einzelfall bis zu 80 Prozent, wird bereits bei der Gestaltung vorbestimmt. Verbraucherinnen und Verbraucher werden nur dann in großer Zahl zur ökologischen Alternative greifen, wenn sie langlebiger, besser und attraktiver ist als die herkömmliche Konkurrenz. Wir wollen nachhaltigen Konsum in den Alltag bringen. Für die Konsumentinnen und Konsumenten soll die Wahl der nachhaltigeren Alternative zu einer Selbstverständlichkeit werden, die nicht vom Geldbeutel abhängen darf.“

Mit dem Bundespreis Ecodesign 2015 wurden acht Projekte ausgezeichnet:

In der Kategorie „Produkt“:

  • die Sunlumo Technology GmbH für einen kostengünstig ohne Aluminium und Kupfer hergestellten Solarkollektor zur Wärmeversorgung in Entwicklungs- und Schwellenländern,
  • „hinterher.com“ für einen Fahrradanhänger, der sich unkompliziert zu Handwagen oder Sackkarre umwandeln lässt,
  • die Freitag lab. ag für eine Kollektion strapazierfähiger Freizeitkleidung aus europäischen Bastfasern mit besonders günstiger Ökobilanz,
  • die Engel GmbH für eine GOTS-zertifizierte Wolle-Seide-Sportwäsche, für die Wollgarne chlorfrei und ohne Chemikalien maschinenwaschbar ausgestattet werden.

In der Kategorie „Service“:

  • die Robert Bosch GmbH/CoremanNet für ein internationales Logistiknetzwerk für gebrauchte Automobilteile.

In der Kategorie „Konzept“:

  • das Team Radbahn Berlin für ein Konzept für einen neun Kilometer langen, überdachten Radweg in Berlin.

In der Kategorie „Nachwuchs“:

  • Armin Warnecke, Muthesius Kunsthochschule, für ein Logistiksystem für die Containerschifffahrt,
  • Carolin Schulze, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, für eine Alternative zum Fleisch-konsum.

Die Umwelt- und Designexperten der Jury haben aus insgesamt 288 Einreichungen in den Wettbewerbskategorien Produkt, Konzept, Service und Nachwuchs 33 nominierte Projekte ausgewählt. Von denen wurden acht Projekte mit dem Bundespreis Ecodesign 2015 ausgezeichnet.

Weitere Informationen über alle Nominierten sowie die ausgezeichneten Projekte sind unter bundespreis-ecodesign.de erhältlich.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit