Schwedische Entsorgungsbranche: Wenig Geschäftschancen für deutsche Firmen

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Stockholmer Rathaus (Foto: ©pcwinne /http://www.pixelio.de)

Stockholm (gtai) – Die Abfallwirtschaft befindet sich in Schweden auf einem hohen Niveau, lokale Branchenunternehmen gelten als innovativ. Aufgrund der geringen Einwohnerdichte werden im Land kleinere Anlagen als in Deutschland benötigt. Für deutsche Ausrüstungsfirmen und Dienstleister sind die Geschäftschancen in der gut entwickelten schwedischen Entsorgungsbranche begrenzt. Bedarf besteht vor allem an technischen Innovationen und in ausgewählten Bereichen des Anlagenbaus, meldet Germany Trade & Invest.

Der größte Anteil des landesweiten Abfallaufkommens entfällt auf die Industrie und hier wiederum vorrangig auf den Bergbau. Es folgen – mit großem Abstand – die Papier-/Zellstoff- und die Metallindustrie. Die Bergbaukonzerne behandeln ihre Abfälle fast vollständig jeweils auf dem eigenen Grubengelände; recycelt werden davon aber nur 7 Prozent. Etwa die Hälfte der Haushaltsabfälle wird vor allem für Fernwärme energetisch verwertet, circa ein Drittel recycelt und rund 17 Prozent werden biologisch behandelt.

Zur Zeit nimmt der Wettbewerb zwischen privatwirtschaftlicher Entsorgungsindustrie und Kommunalbetrieben, denn beide Seiten wollen ihre Geschäfte mit Abfall und Recycling ausbauen. Für die Aufbereitung der Abfallströme zur stofflichen Wiederverwertung an kommunalen Recyclingzentren werden oft private Anlagenbetreiber beauftragt.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest