Wärmekraftwerke: Moskau unternimmt erste Schritte zur Festabfälle-Verwertung

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Der Kreml (Foto: ©Lothar Wandtner / http://www.pixelio.de)

Moskau – Umwelttechnik ist in Russland aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise nur schwer verkäuflich. Regionen, Städte und Gemeinden haben eklatante Finanzierungsprobleme. Unterdessen wachsen die Müllberge weiter und nur maximal 5 Prozent der Feststoffabfälle werden industriell verwertet. Nach Jahren des Stillstands in der Abfallbranche will das Moskauer Gebiet nun den Anfang in der Festabfälle-Verwertung machen. Im Laufe von fünf Jahren sollen 15 Wärmekraftwerke gebaut werden, die zum Verfeuern von Festmüll geeignet sind, meldet Germany Trade & Invest.

Eine entsprechende Absichtserklärung wurde im Juni 2015 zwischen dem Moskauer Gebiet und einem Joint Venture aus der Staatsholding Rostec und dem japanisch-schweizerischen Unternehmen Hitachi Zosen Inova unterzeichnet. Dass es sich bei diesem Vorhaben der Region Moskau vorrangig um eine umweltpolitische und weniger um eine kommerzielle Entscheidung handelt, wird daraus ersichtlich, dass Hitachi Zosen Inova vor Ablauf aller Planungen nicht einmal in der Lage sein wird, die Kosten pro Anlage genau zu beziffern. Vorerst wird der Wert aller 15 Anlagen vorsichtig auf 400 Mrd. Rubel bzw. 5,81 Mrd. Euro geschätzt.

Bislang scheiterte der Bau von Anlagen zur Müllentsorgung durch private Investoren in der Regel an nicht gegebenen Garantien zur Mindestmenge für angelieferten Müll. Auch gibt es bis heute keine Dienstleistungstarife zur Müllverbrennung.

Die vollständige Meldung kann unter gtai.de heruntergeladen werden.

Quelle: Germany Trade & Invest