Bayern: Neuer Leitfaden zur Abfall-Vermeidung für Kommunen erschienen

1881
Abfalltonnen (Foto: © Rolf van Melis / http://www.pixelio.de)

München – Einen neuen Leitfaden zur Abfallvermeidung für Kommunen hat jetzt das bayerische Umweltministerium vorgelegt. „Beim Umgang mit natürlichen Ressourcen kann jede Kommune helfen. Mit dem neuen Leitfaden zur Abfallvermeidung geben wir den bayerischen Kommunen eine wertvolle Arbeitshilfe an die Hand, um auf kommunaler Ebene zu handeln – von der Vermeidung von Bauschutt über die Nutzung von Green-IT bis hin zur Installation von Wasserbars“, betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf vor zwei Tagen in München.

„Der stetig zunehmende Verbrauch von Rohstoffen bedeutet mehr schädliche Umweltauswirkungen. Wir müssen in einem ersten Schritt schon bei der Vermeidung von Abfall vor Ort ansetzen“, erläuterte die Umweltministerin. Bei der Umsetzung des Leitfadens in allen bayerischen Kommunen könnten 680.000 Tonnen Abfall oder 222.000 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden. Das entspreche den Verkehrsemissionen der Stadt Augsburg von einem Jahr.

Eine weitere Aufgabe sei es, die Verwertungsquote und Verwertungsqualität von Rohstoffen aus Abfällen zu steigern. Scharf: „Bayern soll das Land werden, das am effizientesten mit den natürlichen Ressourcen umgeht. Forschungsgeist und Innovationskraft sind gefragt. Daher haben wir vor zwei Jahren den Projektverbund ForCycle aus der Taufe gehoben, der den Weg zu einer Rohstoffwende ebnen soll.“ Der Projektverbund wird vom Umweltministerium mit rund drei Millionen Euro gefördert. Beteiligt sind bayerische Hochschul- und anderen Forschungseinrichtungen, die mit bayerischen Wirtschaftsunternehmen zusammenarbeiten.

In den letzten 30 Jahren ist der weltweite Verbrauch an Rohstoffen um 50 Prozent gestiegen. Weltweit werden Jahr für Jahr 60 Milliarden Tonnen Rohstoffe verbraucht. Gleichzeitig hat Bayern in den letzten 15 Jahren die Rohstoffproduktivität um 60 Prozent erhöht, seit 1990 wurde die Verwertungsquote für Abfälle von rund 30 auf 70 Prozent gesteigert.

Der Leitfaden ist auf den Seiten des Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz nicht aufzufinden.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz