Ab 2017: Neues österreichisches LKW-Mautsystem rechnet Umweltkosten ein

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Mautbrücke (Foto: © H.D. Volz / http://www.pixelio.de)

Wien – Ab 2017 werden gemäß der EU-Wegekostenrichtlinie in Österreich bei den LKW-Mauttarifen neben den Infrastrukturkosten auch die Auswirkungen auf die Umwelt einberechnet. Das betrifft etwa Kosten durch Luftverschmutzung und Lärmbelastung. Die jetzt von Verkehrsminister Alois Stöger präsentierte Neuordnung der LKW-Mauttarife ist für Umweltminister Andrä Rupprechter ein „wichtiges umweltpolitisches Signal“.

Die Mehreinnahmen von rund 50 Millionen Euro pro Jahr sollen für Umweltprojekte zweckgewidmet werden. Rupprechter wünscht sich vom Verkehrsminister, dass diese Vorgabe konsequent umgesetzt wird.

„Das ist ein echter Durchbruch, das neue LKW-Mautsystem ist ein großer Schritt in Richtung Ökologisierung durch mehr Kostenwahrheit im Verkehr “, betont Rupprechter. „Der Verkehr ist unser Sorgenkind beim Klimaschutz. Um den Klimawandel zu bekämpfen brauchen wir unbedingt eine Mobilitätswende. Das neue Mautsystem ist eine Chance für den Umstieg auf klimafreundlichere Mobilität, die wir unbedingt nützen müssen.“

So soll unter anderem der Umstieg auf alternativ angetriebene Fahrzeuge forciert und die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden, etwa Ladestationen für E-Fahrzeuge. Dass die Mobilitätswende möglich ist, zeigt unter anderem die Post-AG, die ihre Flotte auf E-Mobilität umgestellt hat.

Quelle: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft