HEM 593 R Cobra: JENZ präsentiert neuen Mobilhacker auf der Agritechnica

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Mobilhacker HEM 593 R Cobra (Foto: Jenz GmbH)

Petershagen — Seit der Markteinführung im Jahr 2014 bewähren sich die Mobilhacker der Baureihe HEM 593 erfolgreich in der Praxis. Auf der Agritechnica 2015 will JENZ sein neustes Modell präsentieren: die HEM 593 R Cobra – weltweit der erste Mobilhacker mit drehbarer Fahrerkabine auf einem LKW mit Schaltgetriebe. Zusätzlich stellt das Unternehmen mit der Zapfwellenmaschine HEM 593 Z einen Bestseller aus.

Wie es zu dem Namen kam? Melanie Horstmeier von JENZ kennt die Lösung: „Der Zusatz ‚Cobra‘ bezieht sich auf die drehbare Fahrerkabine“, sagt die Marketingexpertin. „Sie hebt und dreht sich wie der Kopf der Kobra im Korb des Schlangenbeschwörers“. Das Plus-Zeichen in der Bezeichnung mancher Modelle? signalisiert, dass die Kabine höhenverstellbar ist.

In wenigen Sekunden um bis zu 160° Grad gedreht

Beim Cobra-Truck muss der Maschinenbediener nicht mehr vom Transportsitz in den Arbeitssitz umsteigen. Per Knopfdruck dreht er die Fahrerkabine innerhalb weniger Sekunden um bis zu 160° Grad in die richtige Arbeitsposition. „Das spart besonders bei Arbeiten mit häufigen Standortwechseln viel Zeit, weil die Maschine schneller einsatzbereit ist“, sagt Uwe Hempen- Hermeier, geschäftsführender Gesellschafter der JENZ GmbH. Ein weiterer Vorteil: Auch bei gedrehter Kabine lässt sich die Maschine mit bis zu acht Stundenkilometern umsetzen.

Im Gegensatz zum klassischen Chippertruck mit LKW-Fahrerhaus und Mähverglasung sitzt der Maschinenbediener bei der HEM 593 R Cobra in einer CLAAS X10 Kabine. Für Komfort sorgen schwenkbare Arbeitsinstrumente, eine flexible Lenksäule, Klimavollautomatik, genügend Verstaumöglichkeiten inklusive Kühlfach und ein rutschsicherer Aufstieg. „Der Fahrer hat sowohl Einzugstisch und Kran als auch Holzpolter und Personen im Gefahrenbereich deutlich besser im Sichtfeld als in anderen Modellen“, betont Entwicklungsleiter Stefan Müller. „Und das ohne Kopfverdrehen und Sichteinschränkungen.“

HEM 593: Zehn Prozent Leistungszuwachs

Innovative Neuheit auf der einen, bewährte Qualität auf der anderen Seite. Neben der neuen Cobra präsentiert JENZ seinen aktuellen Bestseller, eine Zapfwellenmaschine vom Typ HEM 593 Z. „Die traditionellen Maschinen mit Zapfwellenantrieb sind nach wie vor sehr beliebt“, sagt Uwe Hempen-Hermeier. Ein Vorteil sei, dass die installierte Leistung, der immer stärker werdenden Schlepper vollständig ausgenutzt werden könne. Außerdem seien die Maschinen durch ihre hohen Fahrgestelle extrem geländegängig.

Ob LKW-Hacker oder Zapfwellenmaschine, die bisherigen Verkaufszahlen bestätigen die Entwicklung des Mobilhackers HEM 593. Mit seinem extra breiten Einzug von 1,40 Meter kommt er mit sperrigem Material wie etwa Strauchschnitt besser zurecht als schmalere Maschinen. Der breitere Einzug erleichtert auch die Arbeit mit dem Kran. Der Hacker läuft insgesamt gleichmäßiger und mit weniger Leerlaufzeiten. Das steigert die durchschnittliche Leistung gegenüber dem HEM 583 um mindestens zehn Prozent.

Logistikvorteile und Effizienzsteigerung

Bei beiden Maschinen gehört das hydraulisch angetriebene Gebläse für die Austragung der Hackschnitzel zur Serienausstattung. Beim LKW ist das Gebläse zwischen Fahrerhaus und Hackerzelle angeordnet und ermöglicht so die Verladung der Hackschnitzel nach vorn über die Fahrzeugkabine. Daraus ergeben sich Logistikvorteile. Wird etwa Straßenbegleitgrün an der Autobahn verarbeitet, kann das Ladefahrzeug vor dem Mobilhacker stehen und muss beim Abtransport nicht ausscheren. Außerdem sorgt das zentrische Gebläse für eine bessere Gewichtsverteilung auf die Achsen. Und weil sich die Gebläsedrehzahl stufenlos an unterschiedlichste Einsatzbedingungen anpassen lässt, steigt die Effizienz und sinkt der Verschleiß.

Die bekannten Vorzüge in puncto Wartungsfreundlichkeit wurden beibehalten und gelten auch für das Gebläse. Es kann mit wenigen Handgriffen komplett aus seinem Gehäuse herausgeschwenkt werden. Alle Verschleißteile sind somit für den Wartungsfall optimal zugänglich. Zu erwähnen ist außerdem der werkzeuglose Siebkorbwechsel. Die Siebkorbhaube wird per Knopfdruck hydraulisch geöffnet, aus der Maschine heraus gezogen und sichert damit ebenfalls einen schnellen und einfachen Wartungszugang.

Zapfwellenmaschinen werden bereits seit einem Jahr erfolgreich eingesetzt. Die Auslieferung der ersten Cobra-Fahrzeuge beginnt nach der Messe. Weitere Fahrzeuge sind zu Beginn des zweiten Quartals möglich.

Quelle: Jenz GmbH