10. European Bioplastics Konferenz zog über 350 Experten aus aller Welt an

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Quelle: European Bioplastics e.V.

Berlin — Mehr als 350 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien hat die 10. European Bioplastics Konferenz am 5. und 6. November 2015 in Berlin angezogen. In seiner Grundsatzrede betonte Reinhard Büscher von der Generaldirektion Binnenmarkt der Europäischen Kommission die Notwendigkeit, biobasierte Produkte in der EU zu fördern, um deren Potenzial für eine ressourceneffiziente Wirtschaft in Europa besser zu nutzen: „Wir brauchen klare Standards für eine harmonisierte Bewertung von Nachhaltigkeit sowie für ein besseres Recycling, denn diese bilden die Grundlage für eine starke biobasierte Kreislaufwirtschaft.“

In seiner Eröffnungsrede skizzierte François de Bie, Vorstandsvorsitzender von European Bioplastics (EUBP), die Entwicklung der Biokunststoffbranche in den vergangenen zehn Jahren zu einer der innovativsten Branchen der Bioökonomie in Europa: „Vor zehn Jahren war Biokunststoff noch ein Modewort. Heute lernt mein Sohn Olivier bereits in der Schule die Vorteile biobasierter Produkte kennen. Wir sind uns unseres Einflusses auf die Umwelt zunehmend bewusst. und Biokunststoffe befinden sich im Zentrum dieser Veränderungsprozesses.“

EUBP-Geschäftsführer Hasso von Pogrell stellte am ersten Konferenztag die aktuellen Marktdaten vor: „Der positive Trend der vergangenen zehn Jahre setzt sich weiter fort. Laut unserer aktuellen Martkdatenauswertung wird die weltweite Produktionskapazität für Biokunststoffe mittelfristig um mehr als 350 Prozent anwachsen, von rund 1,7 Millionen Tonnen im Jahr 2014 auf bis zu 7,8 Millionen Tonnen bis 2019.“. Dieser Trend spiegelte sich in Präsentationen großer Marken und Handelsketten wie IKEA und Marks & Spencer wider, die ihre Nachhaltigkeitsprogramme und die Rolle von Biokunststoffen darin auf der Konferenz vorstellten. „Bis 2020 werden alle unsere Kunststoffe auf recycelten oder erneuerbaren Rohstoffen basieren“, erklärte Per Stoltz, Nachhaltigkeitsentwickler bei IKEA.

Mitsubishi Chemicals und Sharp wurden mit dem 10. jährlichen Biokunststoffpreis, verliehen durch das Bioplastics Magazine im Rahmen der Konferenz, für die Entwicklung des weltweit ersten Smartphone Bedienpanels aus biobasiertem Kunststoff ausgezeichnet. Das Panel besteht aus Mitsubishis biobasiertem, technischem Kunststoff DurabioTM. Es minimiert Bruchrisiko, erhöht die Haltbarkeit und bietet verbesserte optische Eigenschaften.

Über 350 Experten aus rund 200 Unternehmen und 29 Ländern nahmen an der 10. European Bioplastics Konferenz 2015 teil, um sich über die neusten Entwicklungen, Themen und Trends der Biokunststoffindustrie in Europa auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Auf der angeschlossenen Ausstellung zeigten 24 Unternehmen eine Vielzahl neuer Produkte, Materialien und Anwendungen für Biokunststoffe.

Weitere Informationen zum Preis sowie Gewinner sind unter bioplasticsmagazine.com zu finden.

Quelle: European Bioplastics e.V.