Forschen über Abfallwirtschaft: Hans Roth Umweltpreis 2015 vergeben

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Verleihung des Hans Roth Umweltpreises 2015 (Foto: Saubermacher AG)

Graz, Österreich – Den mit je 2000 € dotierten „Hans Roth Umweltpreis“ hat vor einigen Tagen Bundesminister Andrä Rupprechter an vier NachwuchswissenschaftlerInnen in Wien überreicht. Vermeidung von Lebensmittelabfällen bis Ersatzbrennstoffe in der Zementindustrie: Das breite Themenspektrum der Arbeiten zeigt, wie facettenreich nachhaltiges Wirtschaften ist.

„Der Hans Roth Umweltpreis hat sich mittlerweile zu einer fixen Größe im Bereich der Abfallwirtschaft entwickelt. Die mit dem Umweltpreis prämierten vorbildhaften Ideen, und innovativen Arbeiten der jungen AkademikerInnen, tragen dazu bei, die österreichische Abfall- und Ressourcenwirtschaft bei der Bewältigung der ständig neuen Herausforderungen zu unterstützen“, merkt Minister Rupprechter anlässlich der Preisverleihung an. Diese fand in diesem Jahr im Rahmen der envietech, des Fachkongresses für Ressourceneffizienz und Umwelttechnologie, in der Aula der Wissenschaften statt. „Immer wieder bin ich aufs Neue begeistert, mit welchem Engagement sich NachwuchswissenschaftlerInnen dem Umweltschutz und der Nachhaltigkeit widmen – besonders, wenn es ihnen gelingt, aus hochkomplexen Themen konkrete und praktikable Vorschläge für ein zukunftsorientiertes Wirtschaften und Konsumieren zu gewinnen“, lobt Stifter und Saubermacher Aufsichtsratsvorsitzender Hans Roth.

Seit 2005 wird der Hans Roth Umweltpreis jährlich für herausragende Diplom- bzw. Masterarbeiten sowie Dissertationen vergeben. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Technik für den Umweltschutz zu fördern. Besonders gute Chancen auf eine der mit je 2.000 € dotierten Auszeichnungen haben junge ForscherInnen, die den Gedanken der Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln und auf praktische Anwendbarkeit achten. Die PreisträgerInnen werden von einer unabhängigen Jury, die aus hochkarätigen Umwelt-Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern und Ministerium besteht, ermittelt.

Die vier PreisträgerInnen 2015 sind:

Dipl. Ing. Astrid Allesch, TU Wien: Sie überzeugte die Jury mit ihrer Studienarbeit „Benchmarking in der österreichischen Abfallwirtschaft“. Die Forschungsergebnisse seien von enormer Bedeutung für die Branche, so die Begründung. Allesch habe die methodisch schwierige Ausgangssituation gekonnt gelöst.

DI (FH) DI Marlies Hrad, BOKU Wien: Sie wird für ihre wissenschaftliche Arbeit zum Thema „Quantifizierung von Methanemissionen bei biologischen Abfallbehandlungsanlagen mittels Laserspektrometrie und einer inversen Ausbreitungsmodellierung“ ausgezeichnet. Die Jury hebt hier vor allem die Anwendbarkeit für die Abfallwirtschaft und auch andere Branchen hervor.

Martina Zimek, MSc, KF Uni Graz: Sie hat sich erfolgreich mit „Initiativen zur Lebensmittelabfallvermeidung auf der Konsumentenebene – Qualitative und quantitative Analyse der Initiative in der Steiermark zwischen den Jahren 2011 und 2013 und Handlungsempfehlungen für die Zukunft“ beschäftigt. Ein gesellschaftlich wichtiges Thema, lobt die Jury.

Dipl. Ing. Dr. Renato Sarc, Montanuni Leoben: Er bereichert die Abfallwirtschaft mit der Dissertation „Herstellung, Qualität und Qualitätssicherung von Ersatzbrennstoffen zur Erreichung der 100%-igen thermischen Substitution in der Zementindustrie“. Die Juroren zeigen sich beeindruckt von der umfangreichen, komplexen Arbeit und deren großer Bedeutung für die Industrie.

Quelle: Saubermacher AG