127 Mio. € von der EU: Rumänien beschließt Nationalstrategie für Altlasten

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Industriebrache (Foto: ©Thomas Max Müller / http://www.pixelio.de)

Bukarest — Rumänien weist einen Bestand von 1.393 Altlasten beziehungsweise Altlastenverdachtsflächen auf. Davon besteht für 1.183 der Verdacht der Kontaminierung mit Altlasten. Für die meisten Böden existieren zwar Informationen zu früheren Aktivitäten, jedoch keine Umwelt- und Risikoberichte. Bis zum Jahr 2020 soll es zunächst um die Sanierung der dringenden Fälle gehen: Für 210 kontaminierte Flächen gibt es zumindest einen Umweltbericht, für manche zusätzlich auch einen Risikobericht, meldet Germany Trade & Invest.

Im August 2015 hat die rumänische Regierung die Nationalstrategie und den Nationalplan für das Management der Altlasten beschlossen. Dafür steht Rumänien nach dem von der Europäischen Kommission genehmigten operationellen Programm Großinfrastruktur für den Zeitraum 2014-2020 zur Altlastensanierung ein Betrag von rund 126,6 Mio. Euro zur Verfügung. Zudem kommen weitere staatliche sowie externe Finanzierungen durch internationale Geldgeber in Betracht.

Die Sanierung der Altlasten würde laut Nationalstrategie Vorteile mit sich bringen, unter anderem Wirtschaftswachstum durch Neubelegung der ehemaligen Industrieplattformen, neue Chancen für Unternehmer und Schaffung von Arbeitsplätzen. Zudem gewinnt der lokale Immobilienmarkt an Bedeutung. Für Rumänien gilt es nun, ausländische Investoren für Brachflächen anzuziehen. Steuerliche Anreize zur Förderung der Neuerschließung kontaminierter Flächen gibt es bislang noch nicht.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest