BDEW fordert bundesweites Sammel- bzw. Rücknahmesystem für Altmedikamente

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Tabletten (Foto: ©I-vista /http://www.pixelio.de)

Essen — Zum Auftakt der wasserfachlichen Aussprachetagung 2015 hat Jörg Simon, BDEW-Vizepräsident Wasser/Abwasser, deutliche Verbesserungen im Gewässerschutz angemahnt. Das Verursacher- und Vorsorgeprinzip müsse aus Sicht der Wasserwirtschaft auch beim Thema Medikamentenrückstände deutlich gestärkt werden, forderte Simon.

Nach seiner Ansicht werde die richtige Entsorgung von Medikamenten vor dem Hintergrund eines stetig zunehmenden Medikamentenkonsums immer wichtiger. „Durch fehlende Regelungen zur fachgerechten Entsorgung und daraus folgende Einträge in die Umwelt können auch die Gewässerressourcen für die Trinkwassergewinnung betroffen sein. Dies sollte vermieden werden. Wir fordern daher eine verpflichtende Einführung eines bundesweit einheitlichen Sammel- bzw. Rücknahmesystems für Altmedikamente.“

Dabei sollte unter Beachtung des Vorsorgegrundsatzes die Rücknahme von Altmedikamenten so leicht wie möglich gemacht werden. Zudem fordert der BDEW eine Verankerung der fachgerechten Entsorgung im Arzneimittelgesetz mit Produktverantwortung der Hersteller und damit die Umsetzung europäischen Rechts (Artikel 127 B der EU-Richtlinie 2004/27/EG).

Insgesamt brauche Deutschland eine neue Arzneimittelstrategie, damit bei Herstellung bzw. Zulassung die ökologische Abbaubarkeit von Arzneimitteln gleichrangig berücksichtigt wird.

Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)