Heiner Gröger zieht sich zurück: BDSV wird neue Führung wählen

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Andreas Schwenter (Foto: BDSV)

Düsseldorf – Auf der Jahrestagung der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V. am 25. und 26. November 2015 in Magdeburg steht ein Wechsel an der Spitze des Verbandes an. Die Delegierten sind hierbei aufgerufen, einen neuen Präsidenten und ein neues Präsidium zu wählen.

Heiner Gröger, seit 2009 Präsident der BDSV, bewirbt sich um keine weitere Amtszeit an der Spitze des Verbandes. Nach sechs Jahren intensiver Verbandsarbeit wolle er sich künftig „wieder zu 150 Prozent seinem eigenen Unternehmen widmen“, sagte Gröger. „Ich blicke auf hochinteressante sechs Jahre zurück. In meiner Zeit als Präsident konnten wir den Verband auf ein noch schlagkräftigeres Niveau heben. Die Kombination von engagierten Unternehmern im Ehrenamt und erfahrenen Fachleuten in der Geschäftsstelle hat sich als höchst entwicklungsfähig erwiesen. Gerne habe ich diesen Prozess mitgestaltet“, so Gröger. Auch der bisherige stellvertretende Präsident Ulrich Althoff wird für dieses Amt nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Er wird sich allerdings bei den Delegierten für die kommenden drei Jahre als „einfaches Präsidiumsmitglied“ bewerben.

BDSV-Hauptgeschäftsführer Rainer Cosson dankt Gröger für die sehr gute und kollegiale Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Cosson: „Heiner Gröger hat sein Präsidentenamt mit viel Engagement und Herzblut ausgefüllt. Der Verband und ich persönlich konnten sich immer auf ihn verlassen.“

Als Präsident vorgeschlagen: Andreas Schwenter

Für die Nachfolge von Heiner Gröger im Amt des Präsidenten schlägt das Präsidium der BDSV einstimmig den 49-jährigen Andreas Schwenter, Unternehmer aus Bad Tölz, vor. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann Andreas Schwenter ist seit 1999 geschäftsführender Gesellschafter der Frimberger GmbH, einem Stahlrecycling-Unternehmen mit Sitz in Bad Tölz.

Heiner Gröger: „Mit Andreas Schwenter tritt ein noch junger, ‚alter Hase‘ für das Präsidentenamt an. Durch die Doppelfunktion kennt er sowohl die Probleme der kleinen als auch großen Unternehmen im Verband. Und schon sein Vater war für die Grünwalder Stahlhandelsgesellschaft tätig – eine der ersten mittelständischen Firmen, die Schrott nach Italien geliefert und im Gegenzug Stahl aus Italien in Deutschland eingeführt hat. Daher freue ich mich, dass er sich für meine Nachfolge zur Wahl stellt.“

Für Bürokratieabbau und Imageverbesserung

Auch die Verbandsarbeit der BDSV kennt der zweifache Familienvater im Detail. So ist er bereits seit 1995 Mitglied des BDSV-Fachausschusses Markt- und Betriebswirtschaft und war viele Jahre Vorsitzender des Juniorkreises der BDSV. Des Weiteren ist er seit mehreren Jahren Vorsitzender der BDSV-Landesgruppe Süd.

Im Falle seiner Wahl will sich der erfahrene Unternehmer insbesondere für den Abbau von Bürokratie einsetzen, unter dem die mittelständisch geprägte Branche seit Jahren leidet. Zudem müsse der Politik und den Bürgern wieder deutlich gemacht werden, dass nur ein gesunder Mittelstand Arbeitsplätze schaffen und Steuern zahlen kann. Die Arbeit an der Verbesserung des Images der Branche wird für Schwenter ebenso ein großes Anliegen sein.

Für das frei werdende Amt des stellvertretenden Verbandspräsidenten wird sich der Stuttgarter Unternehmer Stephan Karle bewerben, Sohn des BDSV-Ehrenpräsidenten Jürgen Karle. Stephan Karle, der neben seinem Vater inzwischen die Geschäfte der Karle Recycling GmbH in Stuttgart führt und als Vorsitzender des BDSV-Juniorkreises die Verbandsarbeit im Detail kennt, will den neuen Präsidenten insbesondere bei seinem Engagement gegen die steigende Bürokratisierung und bei seinem Einsatz für eine höhere Verbandspräsenz in Politik und Öffentlichkeit unterstützen.

Als Schatzmeister kandidiert erneut Günter Gottschick, der dieses Amt bereits seit 2003 ausübt.

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e. V.