Zwingende Finanzgarantie: Deutsches WEEE für PV-Module in Kraft getreten

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Source: PV CYCLE

Berlin – Mit dem Inkrafttreten von novelliertem ElektroG am 24. Oktober 2015 fallen nun PV-Module unter eine gesetzlich verpflichtende Produzentenverantwortung. Die Klassifizierung von PV-Modulen als Haushaltsgerät führt zu einer zwingenden Finanzgarantie auf alle in Deutschland verkauften Module. Neben der Erbringung einer jährlichen Finanzgarantie verlangt das Gesetz auch die Finanzierung des bereits anfallenden Abfalls, welcher entweder an öffentlich-rechtlichen Entsorgungsstellen (örE), über den Hersteller direkt oder ein dezidiertes Industrieprogramm gesammelt wird. Hersteller sind alle in Deutschland ansässigen Firmen die entweder für den deutschen Markt produzieren oder importieren.

Mit der Haushalts-Klassifizierung ist das Sammeln von PV-Altmodulen über das öffentlich-rechtliche Netzwerk zwar zulässig. Die Sammlung von dort und die weiterführende Behandlung sind dann aber über den Hersteller direkt oder ein beauftragtes Rücknahme- und Recyclingprogramm zu organisieren und zu finanzieren. Die Kommunikation zwischen den örE und dem Hersteller erfolgt über die offizielle Registrierungsstelle Stiftung ElektroAltGeräte (EAR), welche auch die notwendige Produzentennummer für die Zulassung des Handels von PV-Modulen in Deutschland vergibt. Die Erbringung einer EAR-zugelassenen Finanzgarantie ist hierfür Vorbedingung.

Die Abgabe von Altmodulen über die örE kann gegebenenfalls begrenzt werden. Daher kann PV-Modulabfall auch weiterhin über ein Industriegeführtes Konformitäts- und Abfallmanagement-System wie dem von PV Cycle entsorgt werden. „Ein dezidiertes, auf die Industrie ausgerichtetes Programm hat das nötige Markt- und Produktwissen, um PV-Module zu sammeln wo sie anfallen, den Bedürfnissen der Industrie entsprechend zu recyceln und mit den richtigen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette zu arbeiten“, sagte Ullrich Didszun, Deutschland-Manager bei PV Cycle GmbH. „Das wiederum erlaubt uns Kosten bei gleichbleibend hohen Standards zu senken“.

Der PV-orientierte Rücknahme- und Recyclingservice von PV Cycle hat bereits die Behandlung von mehr als 7.000 Tonnen an PV-Altmodulen in Deutschland ermöglicht, mehr als alle anderen Dienstleister zusammen.

“Unsere Mitglieder und deren Kunden werden unter ElektroG weiterhin den industrie-orientierten PV Cycle-Service erhalten, der sie schon seit mehr als neun Jahren begleitet. Nun mit umfangreichem Konformitätsmanagement on top, “ erklärte Jan Clyncke, Geschäftsführer von PV Cycle.

Quelle: PV Cycle aisbl