IFAT India 2015: In einem schwierigen Marktumfeld behauptet

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Messehalle der IFAT India 2015 (Foto: ©MMI India Pvt. Ltd.)

München – Der indische Umwelttechnologiemarkt ist für ausländische Investoren sehr vielversprechend. Das stellte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem jüngsten Besuch in Indien fest. Der Erfolg der IFAT India, die am 15. Oktober in Mumbai zu Ende ging, belegt dies: Die Beteiligung nationaler wie auch internationaler Aussteller und Besucher an dieser Fachmesse für die Segmente Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling war groß.

Die Vereinbarungen zum Umweltschutz, die die deutsche Bundeskanzlerin bei ihrer Indienreise im Oktober mit dem indischen Premierminister Narendra Modi getroffen hat, haben auch die Stimmung auf der IFAT India positiv beeinflusst. „Die diesjährige IFAT India hat sich in einem schwierigen Marktumfeld behauptet. Man hat gemerkt, dass sich die Zuversicht unserer Kanzlerin in den indischen Markt auch auf unsere Aussteller und die Besucher übertragen hat“, sagt Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. Deutschland und Indien werden künftig beim Umweltschutz stärker zusammenarbeiten und insbesondere die Kooperation beim Abfall- und Wassermanagement vertiefen.

Von 13. bis 15. Oktober 2015 wurden im Bombay Exhibiton Centre in Mumbai zum dritten Mal die neuesten Technologien und Lösungen aus der Umwelttechnologiebranche gezeigt. 136 Aussteller waren bei der IFAT India 2015 mit dabei. Die internationale Beteiligung war auch dieses Jahr mit 56 Prozent erneut sehr hoch. China, Deutschland, die Niederlande, Schweiz und Österreich organisierten Länderpavillons.

Über 4.300 Besucher

„Die IFAT India ist das fehlende Bindeglied zwischen der indischen Regierung und der Privatwirtschaft. Sie verbindet die beiden Bereiche und ermöglicht so ein sauberes Indien und eine grüne Zukunft. Wir freuen uns schon auf unsere Teilnahme im nächsten Jahr“, unterstrich Rutger de Bruijn, Organisator des niederländischen Gemeinschaftsstands.

Dass die IFAT India 2015 großen Anklang fand, belegt auch das Ergebnis. Mehr als 4.300 Besucher kamen in den drei Tagen ins Bombay Exhibiton Centre. Auch Igor Palka, COO von MMI India, ist stolz auf die Veranstaltung: „Als Spin-Off der Weltleitmesse IFAT in München steht die IFAT India für Professionalität und Qualität. Genau das haben uns unsere Aussteller bestätigt, die sehr erfreut über die zahlreichen Besucher und deren Interesse an den gezeigten Produkten und Lösungen waren.“

Große Möglichkeiten für Aussteller

Jens Koster, Geschäftsführer Waste-to-Enery-Anlagen bei Doosan Lentjes, erklärte: „Die IFAT India 2015 ist die beste Plattform für uns, da sie uns den Stand der Technik und die Trends im Umweltsektor vor Augen führt. Wir präsentieren Technologien zur integrierten Abfallbewirtschaftung für Feststoffe. Dieses Ereignis bietet große Möglichkeiten für die meisten Aussteller, und ich hoffe, diese Veranstaltung wird von Jahr zu Jahr größer.“

„Die indische Umweltbranche hat sich zum Positiven entwickelt. Wir sind sehr froh über unsere Teilnahme an der IFAT India und über unsere guten Ergebnisse. Die Geschäftschancen auf der Messe waren hervorragend. Nächstes Jahr sind wir sicher wieder mit dabei“, erklärte Nishant Thakre, CMG Head von ION Exchange India.

Neben der Fachmesse fand auch das wissenschaftlich-technische Konferenzprogramm sehr großen Anklang. In 20 Fachvorträgen und einer Podiumsdiskussion vermittelten Sprecher aus aller Welt ihr Expertenwissen zu Themen rund um die Umweltbranche. Im Mittelpunkt stand dieses Jahr aus aktuellem Anlass der Fachkräftemangel im indischen Umweltsektor. Am 15. Oktober wurde mit dem „Capacity Development Day“ über dieses Problem in der indischen Umweltbranche diskutiert und welche Möglichkeiten es gibt, Personal zu qualifizieren. Spezielle Wettbewerbe und Trainings zur Talentförderung ergänzten das Programm rund um das Thema Ausbildung.

Quelle: Messe München GmbH