Horizont 2016-17: 670 Mio. Euro für Industrie und Kreislaufwirtschaft

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EU Kommission (Foto: © Schmuttel / http://www.pixelio.de)

Brüssel – Die Europäische Kommission wird in den nächsten beiden Jahren mit dem Forschungsprogramm Horizont 2020 fast 16 Mrd. Euro in Forschung und Innovation investieren. Das neue Arbeitsprogramm 2016-17 enthält eine breite Palette von Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen, Ausschreibungen und anderer Maßnahmen wie die „Horizont-Preise“, die Fördermöglichkeiten in nahezu 600 Themenbereichen bieten.

Carlos Moedas, Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, kommentierte das 2-Jahres-Arbeitsprogramm: „Forschung und Innovation sind die Motoren des Fortschritts in Europa und werden dringend benötigt, um die heutigen drängenden Probleme wie Immigration, Klimawandel, saubere Energie und gesunde Gesellschaften bewältigen zu können.“ Das Programm soll wissenschaftliche Spitzenleistungen in Europa fördern, die sich spürbar auf das Leben der Menschen auswirken werden.

Schwerpunkte des Arbeitsprogramms 2016-2017

Der Programmaufbau zeigt die Flexibilität von Horizont 2020: der Schwerpunkt liegt auf den langfristigen Prioritäten der EU und den drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen, das Programm kann sich aber auch rasch neu auftretenden Problemen zu widmen, wie dem Ausbruch von Krankheiten.

Mit dem Programm werden auch Querschnittsinitiativen unterstützt wie z.B.:

  • die Modernisierung des verarbeitenden Gewerbes in der EU (1 Mrd. Euro)
  • Technologien und Normen für automatisiertes Fahren (über 100 Mio. Euro)
  • das Internet der Dinge (139 Mio. Euro) im Zusammenhang mit der Digitalisierung der EU-Wirtschaft
  • Industrie 2020 und Kreislaufwirtschaft (670 Mio. Euro)
  • der Aufbau starker und tragfähiger Volkswirtschaften und Intelligente und nachhaltige Städte (232 Mio. Euro), damit Umwelt, Verkehr, Energie und digitale Netze in urbanen Gebieten der EU besser miteinander vernetzt werden

Mehr Geld für innovative Unternehmen

Mit dem neuen Programm soll auch die Wirkung der Horizont-2020-Förderung verbessert werden. Zunächst wird sichergestellt, dass mehr Geld für innovative Unternehmen zur Verfügung steht. Dies wird durch neue Möglichkeiten zur Mobilisierung von Kapital erreicht, die vom Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) unterstützt werden. Zudem werden die Forschungs- und Innovationstätigkeiten von nahezu 2000 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit über 740 Mio. Euro gefördert. Auch die Synergien mit anderen EU-Förderprogrammen sollen verbessert werden.

Das Arbeitsprogramm bietet neue Fördermöglichkeiten, die direkt auf die von Präsident Jean-Claude Juncker festgelegten politischen Schwerpunkte der Kommission abgestimmt sind, zu denen sie einen erheblichen Beitrag leisten: Arbeitsplätze, Wachstum und Investitionen, digitaler Binnenmarkt, Energieunion und den Klimaschutz, Binnenmarkt mit einer stärkeren Wirtschaft sowie die EU als globaler Akteur.

Das Programm der Europäischen Union für Forschung und Innovation Horizont 2020 startete am 1. Januar 2014. In sieben Jahren sollen 77 Mrd. Euro in Forschungs- und Innovationsprojekte investiert werden, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Europas zu fördern.

Das Teilnehmerportal Horizont 2020 ist unter ec.europa.eu zu finden. Weitere Informationen sind einem Memo zu entnehmen. 

Quelle: EU Kommission