Neues Elektrogesetz: 90 Prozent würden kostenlose Rücknahme nutzen

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E-Schrott (Foto: © Karl-Heinz Laube / http://www.pixelio.de)

Amsterdam, Niederlande – Damit Elektroschrott zukünftig seltener auf dem Hausmüll landet, wird die Entsorgung bald zur Händlersache: Dank des in diesem Jahr beschlossenen Elektrogesetzes können Verbraucher ab 2016 kleine Elektrogeräte bei bestimmten Händlern zurückgeben. Großer Elektroschrott muss beim Kauf eines gleichwertigen Neugeräts zurückgenommen werden. Die Rücknahmeregelung gilt auch für den Online-Handel. Bisher haben allerdings 39 Prozent der Deutschen noch nichts von den neuen Rückgabemöglichkeiten gehört, und nur sieben Prozent nutzen sie bislang.

58 Prozent der Gerätebesitzer, die von der Rückgabemöglichkeit schon Gebrauch machten, bevorzugten den Gang in einen Laden, zwei Prozent die online-Variante, und 41 Prozent gaben ihre Elektrogeräte mal offline und mal online zurück. Die neue Rücknahmepflicht des Handels würden die Befragten nicht nutzen, weil ihnen der Weg zum Laden zu umständlich ist (77 Prozent), der Rückversand zum Onlineshop zu umständlich ist (80 Prozent), sie die Geräte lieber verkaufen würden (54 Prozent) oder sie es vorziehen, die Geräte lieber selbst zu entsorgen (46 Prozent).

Das ergab eine repräsentative Studie von deals.com, der Suchmaschine für digitales Sparen, in Zusammenarbeit mit Ipsos unter 1.020 deutschen Verbrauchern. Eine verstärkte Aufklärungsarbeit seitens der Gesetzesbefürworter könnte sich lohnen, denn das Interesse der Deutschen an dem Angebot ist groß: Ganze 90 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, die vereinfachte Rückgabeoption zu nutzen – sechs von zehn (60 Prozent) würden nach Darstellung von deals.com ihre alten Elektro-Apparate auch direkt an Online-Händler schicken.

Quelle: deals.com