Metallbranche fürchtet Umsatz-Einbruch durch VW-Krise

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Quelle: Verband Deutscher Metallhändler (VDM)

Berlin – Die durch manipulierte Abgaswerte ausgelöste Krise beim Automobilhersteller VW könnte auch die deutsche Metall- und Metallrecyclingbranche erheblich in Mitleidenschaft ziehen. “Ein Drittel der Metallfirmen in Deutschland macht als Zulieferer sicher 20 Prozent des Umsatzes direkt oder indirekt mit VW”, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Metallhändler (VDM), Thomas Reuther.

Die produzierende Metallbranche und Metallrecyclingbranche stehe derzeit zwar noch gut da, es sei aber „die Gefahr eines Flächenbrands“ gegeben. Die Branche mache sich deshalb Sorgen, wie es weitergehe.

“VW und die Zulieferer sind schon deutlich zurückhaltender in ihren Mengenplanungen. Vertragsmengen werden derzeit geschoben oder teilweise sogar ganz abgesagt. Daher befürchten wir einen Einbruch von zehn Prozent bei den Bestellungen”, so Reuther. “Wir stehen am Anfang der Lieferkette und sind daher unmittelbar betroffen.”

Rund 600.000 Tonnen Metalle kaufen Volkswagen und deren Zulieferer jedes Jahr direkt oder mittelbar von den deutschen Metallfirmen, insbesondere Aluminium und Kupfer. Reuther: „Damit sind die Niedersachsen der mit Abstand größte Kunde im Metallhandel und ein Klumpenrisiko.“ Reuther: „Wir können daher nicht ausschließlich, dass sich das mittel- bis langfristig auch auf die Arbeitsplätze auswirkt.“

Die über 220 Mitglieder des VDM repräsentieren etwa 700 Firmen bzw. Niederlassungen und decken rund 90 Prozent des Metallmarktes in Deutschland und Österreich ab. Seine Mitglieder generieren einen Umsatz von 25 bis 30 Milliarden Euro, bewegen etwa 20 Millionen Tonnen Metalle und beschäftigen rund 25.000 Mitarbeiter.

Quelle: Verband Deutscher Metallhändler e.V.