Preiseinbruch kommt zum Stehen: Der HWWI-Rohstoffpreisindex stabilisiert sich

1162
Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI)

Hamburg – Nach dem Rückgang von annähernd 22 Prozent von Mai bis August, hat sich der HWWI-Index für Rohstoffpreise im September stabilisiert und notiert unverändert auf demselben Niveau wie im Vormonat. Damit scheint der Abwärtstrend, der den Index auf ein 6 ½-Jahrestief führte, zunächst gestoppt. Rohwaren bleiben weiterhin so günstig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der HWWI-Rohstoffpreisindex um 45,3 Prozent (in Euro: -37,1 Prozent) gefallen. Auch die Preise für Industrierohstoffe zeigen sich im September gefestigt, sodass sich der Index für Industrierohstoffe leicht um 0,4 Prozent (in Euro: -0,4 Prozent) erhöht.


Die Preise der Industrierohstoffe haben im September, nach Monaten mit teilweise starken Preisrückgängen, vorerst einen Boden gefunden. Der Index für NE-Metalle steigt moderat um 1,6 Prozent (in Euro: +0,9 Prozent) und damit zum ersten Mal seit nunmehr vier Monaten. Aluminium, Kupfer und Zinn notierten im Plus, während die Preise für Nickel und Zink im Monatsdurchschnitt zurückgingen. Der Eisenerzpreis stieg um 1,9 Prozent auf 56,47 US-Dollar pro Tonne.

Bergbauunternehmen weltweit stehen unter steigendem Kostendruck, stellen Investitionen ein und kämpfen damit gegen gesunkene Preise und zaghafte Nachfrage. So spüren auch die Exportnationen, beispielsweise Australien oder Südafrika, von sogenannten „harten Rohstoffe“ das gesunkene Preisniveau. Die Ausfuhrerlöse sind drastisch gefallen, und die Währungen der Exportländer haben an Wert verloren.

Nach einem langen Rohstoffboom, der etwa in den frühen 2000er Jahren an Fahrt gewann und insbesondere durch Nachfragewachstum aus China stimuliert wurde, ist der Markt nun gezwungen, sich mit den geänderten Bedingungen niedriger Preise zurechtzufinden.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut (HWWI gemeinnützige GmbH)