Recyclingquote in Deutschland im Vergleich 2012 – 2013 nahezu unverändert

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Abfalltonnen (Foto: © Rolf van Melis / http://www.pixelio.de)

Wiesbaden – Im Vergleich zum Jahr davor ist 2013 das Gesamtabfallaufkommen nur gering von 380 auf 386 Millionen Tonnen gestiegen; der Anteil von Sonderabfällen fiel leicht von 23,7 auf 23,5 Millionen Tonnen. Die Menge der Siedlungsabfälle blieb bei knapp unter 50 Millionen Tonnen. Während ihre Verwertungsquote von 83 auf 87 Prozent anstieg, zeigte sich ihre Recyclingquote annähernd konstant, indem sie von 65 auf 64 Prozent leicht sank. Das teilt das Statistische Bundesamt (destatis) in seinem neuesten Abfallbericht mit.

Die Menge an belasteten Siedlungsabfällen sank von 571.000 Tonnen auf 557.000 Tonnen. Die Verwertungsquote belasteter Siedlungsabfälle verharrt bei 97 Prozent, und auch deren Recyclingquote blieb mit 93 Prozent im Vergleich 2012 zu 2013 konstant.

Die Menge stofflich verwerteter Siedlungsabfälle sank von 32,6 auf 31,6 Millionen Tonnen; duie energetische Verwertung legte von 8,8 auf 11,4 Milliomnen Tonnen zu.

Bau- und Abbruchabfälle nahmenen von 199 auf 202 Millionen Tonnen leicht zu, die Menge ihrer Gefahrstoffe von 7,3 auf 7,5 Millionen Tonnen. Die Verwertungsquote für nicht gefährliche Bauabfälle sank minimal von 91 auf 90 Prozent, die für belastete Materialien stieg von 53 auf 57 Prozent. Die Recyclingquote für unbelastete C&D-Abfalle sank minimal von 89 auf 88 Prozent, die für gefährliche Abfälle zog von 50 auf 53 Prozent an.

Über die Jahre zeigt sich eine allmähliche Abkoppelung des Abfallaufkommens vom allgemeinen Wohlstand. Die Abfallintensität – das Abfallnettoaufkommen dividiert durch das Bruttoinlandsprodukt – hat von 1996 bis 2013 von 178 auf 126 Kilogramm pro 1000€ abgenommen. Ähnliches ist bei den Bau- umnd Abbruchabfällen zu verzeichnen, die im gleichen Zeitraum von 107 auf 75 kg/1000€ zurückgingen.

Die komplette Statistik kann unter destatis.de heruntergeladen werden.

Quelle: Statistisches Bundesamt (destatis)