Über 800 Mio. €: Serbiens Abfallsektor hat erheblichen Nachholbedarf

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Autofriedhof in Serbien (Foto: Scholz Holding GmbH)

Belgrad, Serbien — Serbiens Abfallsektor steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen. Mit dem langfristigen Ziel, der EU beizutreten, sind auch deren Umweltstandards landesweit umzusetzen. Der auch weiterhin bestehende Ausrüstungsbedarf verspricht Technikanbietern recht gute Geschäftschancen; zudem sind erfahrene Partner für Betreibermodelle gefragt. Das meldet Germany Trade & Invest.

Nach wie vor wird das Gros aller im Land anfallenden Abfälle auf Deponien verbracht. Nach 2013 mit 98,1 Prozent verringerte sich vor allem durch Recycling der entsprechende Anteil 2014 leicht auf 97,0 Prozent. Mit einem Anteil von 2,7 Prozent blieb der Rückgriff auf Möglichkeiten der Wiederverwertung aber auch 2014 noch sehr überschaubar (2013: 1,8 Prozent). Andere Methoden der Abfallbehandlung wie etwa mechanisch-biologische Verfahren kommen derzeit so gut wie nicht zum Einsatz.

Der in Preisen von 2010 kalkulierte Investitionsbedarf bewegt sich bei insgesamt etwa 800 Mio. Euro. Davon entfallen knapp 620 Mio. Euro auf die Behandlung der Siedlungsabfälle. Das Schließen von Altdeponien und wilden Müllkippen wird voraussichtlich 145 Mio. Euro kosten, das Sammel- und Erfassungssystem etwa 235 Mio. Euro.

Weitere Informationen sind unter gtai.de erhältlich.

Quelle: Germany Trade & Invest