HWWI-Rohstoffpreisindex leicht gestiegen, Industrierohstoffe gesunken

1059
Logo Hamburgisches WeltWirtschafts Institut

Hamburg — Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist im Monatsdurchschnitt im Februar im Vergleich zum Vormonat um 2 Prozent auf US-Dollarbasis leicht angestiegen. Dieser Anstieg fiel in Euro mit 1,7 Prozent etwas geringer aus. Energierohstoffe haben sich im letzten Monat um 2,3 Prozent (in Euro: +1,9 Prozent) verteuert. Im Gegensatz dazu sind die Industrierohstoffe um 2,1 Prozent (in Euro: -2,4 Prozent) gesunken. Ursächlich für diesen Rückgang waren die niedrigeren Notierungen bei NE-Metallen und beim Eisenerz.

Bei den Industrierohstoffen verbilligte sich Eisenerz im Vergleich zum Vormonat um 5,1 Prozent (in Euro: -5,4 Prozent). Damit haben sich die Preisrückgänge beim Eisenerz auch im letzten Monat fortgesetzt und es notiert in infolgedessen um 21,6 Prozent (in Euro: -23,3 Prozent) niedriger als noch im Februar vor einem Jahr. Der Eisenerzpreis wird beeinflusst durch Überkapazitäten in der Stahlbranche. Drohende Schließungen drücken hier den Eisenerzpreis nach unten. Gleichzeitig trüben Sorgen bezüglich der weiteren Entwicklung der chinesischen Wirtschaft den Eisenerzmarkt aber auch die einzelnen Märkte für NE-Metalle.

„Wird in China verstärkt die Kreditvergabe eingeschränkt, könnte dies das chinesische Wirtschaftswachstum verlangsamen. China steht vor der Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen stabilem Wachstum und förderlichen Reformen zu finden“, stellt Prof. Dr. Michael Bräuninger klar, Forschungsdirektor am HWWI.

Der Index für NE-Metalle gab um 1,4 Prozent (in Euro: -1,8 Prozent) nach und liegt jetzt um 14,4 Prozent (in Euro: -16,3 Prozent) unter seinem Stand vor einem Jahr. Im letzten Monat sank der Preis für Kupfer um 2 Prozent (in Euro: – 2,3 Prozent), für Aluminium um 1,9 Prozent (in Euro: -2,2 Prozent) und für Blei um 1,8 Prozent (in Euro: -2,1 Prozent). Eine mögliche geringere Wirtschaftsleistung in China würde dort auch die Automobilnachfrage senken. Damit würden weniger Autoreifen benötigt. Diese Befürchtungen trugen dazu bei, dass der Kautschukpreis im Februar um 11 Prozent (in Euro: -11,3 Prozent) nachgab.

Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist ein Produkt der HWWI Consult GmbH.

Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut gemeinnützige GmbH (HWWI)