Neues Westeria-Technikum: Kompetenz in der Trennung von Materialströmen

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Der Breitverteiler im neuen Westeria-Technikum nimmt den geförderten Materialstrom auf (Foto: Westeria)

Ostbevern — In diesen Wochen nimmt das neue Westeria-Technikum im münsterländischen Ostbevern seinen Betrieb auf. Unweit des Standortes wurde in einer großen Halle auf einer Gesamtfläche von 845 Quadratmetern eine Recyclinganlage installiert, die Bunker, Förderbänder, Breitverteiler und Windsichter vereint. Auf zwei Ebenen zeigt die Westeria-Anlage die innovative Technologiekompetenz der Westeria Fördertechnik in der Trennung von Materialströmen.

Wer die Anlage als Besucher über Laufwege und –treppen erschließt, kann die Wirkungsweise an allen entscheidenden Funktionspunkten erleben. Um das System zur Trennung von Materialströmen vorzuführen, werden Teststoffe aus Big-Packs verwendet, die Materialien der Interessenten und Kunden enthalten. Nach Durchlaufen der Anlage werden die jeweiligen, individuellen Resultate einer Analyse unterzogen und bewertet. Dies gilt für verschiedenste Abfallfraktionen von Hausmüll bis Gewerbeabfall. Auch können Holz, Kompost, Glas, Schrott und Abfallschlacke in Stücken von 30 bis 400 mm verarbeitet werden.

Probebetrieb mit nur einem Kubikmeter Material

Die Testläufe starten mit einer Beschickung des Aufgabebunkern, aus dem ein Kettengurt den Materialstrom fortlaufend über eingebaute Stufen (Tumbel Back Funktion) in den Breitverteiler (Disc Spreader) befördert. Über die in leichtem Winkel zueinander stehenden, nach innen abgesenkten Scheiben wird der 500 mm-Materialstrom über Rotation und Fliehkraft auf die Arbeitsbreite von 3.000 mm gebracht. Diese Verteilung, die gleichmäßig und ohne Häufung verläuft, liefert beste Voraussetzungen für Aufnahme und effiziente Behandlung im Windsichter. Der Luftstrom des Windsichters, der dem neuesten Stand der Technologie entspricht, ermöglicht die Trennung in bis zu drei Fraktionen gleichzeitig. Daraufhin übernehmen Förderbänder die Weiterleitung der Trennstoffe in Richtung Aufnahmecontainer; eine Rückführung des eingebrachten Testmaterials in den Aufgabebunker ist ebenfalls möglich. Hierdurch kann mit nur einem Kubikmeter Material ein Dauerbetrieb erfolgen und die Voraussetzung dafür liefern, dass trotz des geringen Volumens der Probebetrieb über einen längeren Zeitraum realisiert werden kann.

Ausführliche Protokolle dokumentieren Testergebnisse

Dem Besucher der Westeria-Anlage fallen die gezielt angebrachten Wartungs- und Revisionstüren und –klappen auf, die im Störfall jederzeit den Zugang ermöglichen. Natürlich sticht auch die durchgängige Farbgebung in Rot und Grau ins Auge – mit eingeprägtem Herstellerlogo und der idealen Formgebung in bestem Anlagedesign. Nach Ablauf der Probebehandlung können die Testergebnisse sofort an bestimmten Stellen der Anlage oder in den nahen Besprechungsräumen eingesehen und bewertet werden. Ausführliche Protokolle dokumentieren die Separation der Trennstoffe in Leicht- und Schwerstoffe. Hierbei helfen detaillierte Messdaten, Schaubilder und Funktionsbilder bis hin zu Videoanalysen.

„Mit unserem Westeria-Technikum sind wir jetzt umfassend in der Lage, unsere Kompetenz in der Trennung von Materialströmen zu zeigen und vor Ort zu dokumentieren. Ein Besuch bei uns hat für Interessenten deshalb eine große Aussagekraft für den Nutzen, die unsere Recyclingtechnik erbringen kann“, urteilt Dipl.-Ing. Felix Poth, Vertriebsleiter im Hause Westeria.

Quelle: Westeria Fördertechnik GmbH