IKB: Goldrecycling um 14 Prozent zurückgegangen

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Goldbarren (Foto: © Rike / http://www.pixelio.de)

Düsseldorf — Die weltweite Goldnachfrage brach 2013 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent ein. Infolge des niedrigeren Goldpreises zog die Schmucknachfrage um 17 Prozent an, während die industrielle Nachfrage leicht rückläufig war. Die investive Nachfrage halbierte sich. Dies war im Abbau der Nettopositionen bei ETF-Produkten (im Gesamtjahr rd. 880 t) begründet, der durch eine um ein Viertel höhere physische Nachfrage nicht kompensiert wurde. Mittlerweile erfolgen aber wieder Zuflüsse zu ETFs (Exchange Traded Funds), meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information.

Angebotsseitig erhöhte sich die Minenproduktion (+5 Prozent), während das Goldrecycling um 14 Prozent zurückging. Der Preisverfall des Jahres 2013 hat sich zu Jahresbeginn 2014 umgekehrt, der Goldpreis schon über 10 Prozent zugelegt. Der Goldpreis dürfte sich daher bis Jahresmitte um 1.350 US-$/oz. mit einer Bandbreite von 250 US-$ bewegen.

Goldpreisentwicklung (Quelle: Bloomberg; Grafik: IKB)
Goldpreisentwicklung (Quelle: Bloomberg; Grafik: IKB)

Die Silbernachfrage hat 2013 mit Ausnahme der Fotoindustrie quer durch alle Anwendungen zugelegt. Insbesondere stieg die physische Nachfrage der ITK-Industrie sowie der Schmuckindustrie. Für 2014 sieht die IKB einen weiteren Anstieg der industriellen Nachfrage. Im Jahresverlauf 2013 kehrten auch die investiven Nachfrager zurück. Weitere Zuflüsse in Silber-ETF’s waren zu Jahresbeginn 2014 zu verzeichnen. Das Angebot stieg 2013 um rund 4 Prozent auf 815 Mio. Unzen, was einen erneuten Angebotsüberschuss bewirkte. Ebenso ist für 2014 ein kleiner Angebotsüberschuss vorherzusehen. Die Industriebank erwartet daher bis Jahresmitte 2014 eine Preisbewegung um rund 22 US-$/oz. mit einem Band von 4 US-$.

2013 hat die Platinnachfrage um rd. 5 Prozent zugelegt. Getragen wurde dies von der Chemie, der Elektronik und vor allem von der Investmentnachfrage bei geringfügig niedrigeren Schmuckorders. Angebotsseitig kam es nur zu einer geringen Zunahme, was mit in den Produktionsausfällen in Südafrika begründet war. Das Angebotsdefizit dürfte rd. 0,6 Mio. Unzen betragen haben und in dieser Größenordnung auch 2014 zu erwarten sein. Daher erwartet die IKB den Platinpreis im ersten Halbjahr 2014 um 1.500 US-$/oz. mit einem Band von 250 US-$.

Palladium ist angebotsseitig ebenfalls sehr knapp. Die höhere industrielle Nachfrage (Kat) wurde 2013 zwar durch einen Rückgang der investiven Nachfrage überkompensiert; es kam jedoch wieder zu einem Angebotsdefizit von 0,7 Mio. Unzen. Die IKB hält an ihrer Prognose für den Palladiumpreis von 750 US-$/oz. (+100 US-$) im ersten Halbjahr 2014 fest.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank