IKB: Gute Versorgungslage bei Zink, bei Blei angespannt

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Zinkerz (Foto: Initiative Zink)

Düsseldorf — Nach einem Anstieg von über 7 Prozent dürfte die Zinknachfrage 2014 um 3,5 Prozent ansteigen. Die Zink-Lagerbestände an der LME sind weiter gesunken und liegen nun bei 0,76 Mio. t. Der Lagerbestand an der SHFE hat sich auf 0,26 Mio. t reduziert. Die Bestände entsprechen damit dem Verbrauch von knapp einem Monat, was unverändert eine gute Versorgung bedeutet, hat die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information gemeldet.

Die Bleinachfrage dürfte 2014 nach Ansicht der IKB um 4 Prozent zulegen. Die Bleivorräte an der LME haben sich auf rd. 200.000 t reduziert, diejenigen an der SHFE (86.000 t) sind stark gesunken. Das absolute Niveau der Bestände entspricht dem Verbrauch von rund 9 Tagen. Damit stellt sich bei Blei die Versorgungssituation angespannter dar.

Lagerbestände Zink/Blei (Quelle: LME; Grafik: IKB)
Lagerbestände Zink/Blei (Quelle: LME; Grafik: IKB)

Die Zinkminenproduktion erhöhte sich 2013 nur um 1 Prozent und dürfte auf 14 Mio. t im laufenden Jahr steigen. Die Raffinadeproduktion legte um 5 Prozent zu. Der Verbrauch stieg dagegen wesentlich stärker an (+7,4 Prozent), sodass sich ein minimales Angebotsdefizit (60.000 t) ergab. Die IKB erwartet für 2014 einen Nachfrageanstieg von etwa 3,5 Prozent und einen kleinen Angebotsüberschuss von unter 100.000 t. Die Lagerbestände sind aber immer noch ausreichend hoch, um vorerst größere Preisanstiege zu verhindern. Die Industriebank sieht daher für den Zinkpreis im ersten Halbjahr 2014 eine Bewegung um eine Marke von 2.100 US-$/t mit einer Schwankungsbreite von 200 US-$. Im zweiten Halbjahr könnten die Preise etwas stärker anziehen.

Die Bleiminenproduktion stieg 2013 um 6,4 Prozent. Die Raffinadeproduktion legte nur um 3,7 Prozent zu, der Verbrauch expandierte um 4,5 Prozent. Somit kam es auch bei Blei zu einem kleinen Angebotsdefizit (22.000 t). Nachfrageseitig prognostiziert die IKB für 2014 einen weiteren Zuwachs von gut 4 Prozent, wobei der chinesische Verbrauch doppelt so stark wachsen wird. Die Automobilproduktion trägt den Nachfragezuwachs im laufenden Jahr (etwas über 2 Prozent) in Europa. Insgesamt dürfte sich 2014 ein Angebotsdefizit von bis 40.000 t ergeben. Insgesamt erwartet die IKB im ersten Halbjahr 2014 eine Bewegung um 2.100 US-$/t mit einer Bandbreite von 250 US-$. Gegen Jahresende 2014 dürfte das obere Preisband überschritten werden.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank