Power-to-Heat: Zusatzerlöse von mindestens 100.000 Euro pro Jahr möglich

1763
Power-to-Heat-Anlage (Foto: enerstorage)

München – Der Druck auf Industrieunternehmen, ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten, wächst. Aus wirtschaftlichem Interesse heraus haben bereits die meisten Firmen sich schnell amortisierende Energieeffizienz-Maßnahmen ergriffen. Oftmals sind das aber nicht die rentabelsten. Um die Energiewende zu fördern, setzt auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in seinem Weißbuch zum Strommarkt verstärkt auf neue Ansätze wie Power-to-Heat (PtH).

Gerade Betriebe mit großem Wärmebedarf können mit PtH Zusatzerlöse erwirtschaften, ohne in ihre Prozesse einzugreifen. Sind gleichzeitig wie im Fall des Contractingmodells von Enerstorage keine Investitionen erforderlich, steigt der Nutzen von PtH für alle Beteiligten. „Nimmt ein Unternehmen beispielsweise mit seiner PtH-Anlage mindestens 10 Megawatt ab, kann es über Enerstorage derzeit mindestens 100.000 Euro pro Jahr am Sekundärregel-Leistungsmarkt (SRL) erwirtschaften“, reklärt Tobias Assmann, Mitgründer und Geschäftsführer von Enerstorage. „Die Unternehmen fördern und profitieren so gleichermaßen vom Ausbau der erneuerbaren Energien und helfen bei der notwendigen Regelung des Stromnetzes.“

Besonders im SRL-Produkt aktiv

Enerstorage ist mit PtH-Anlagen besonders im SRL-Produkt aktiv: Es ist anspruchsvoll zu erbringend und für den Netzbetreiber durch seine schnelle und zuverlässige Leistungsabnahme sehr wertvoll. Weil Aktivitäten im SRL-Markt wirtschaftlich attraktiver sind als im Markt der Minutenreserve-Leistung (MRL), sind PtH-Anlagen für zunehmend mehr Industriestandorte interessant, die bisher üblicherweise nur MRL anbieten. Außerdem kann die Anlage als Back-up genutzt werden, das bei Ausfall der betrieblichen Dampferzeugung als Notversorgung einspringt.

Am Beispiel von EEW 

Ein Fallbeispiel: Das Unternehmen Energy from Waste (EEW) gehört zu den in Deutschland führenden Unternehmen in der thermischen Abfallverwertung. Mit über 19 Anlagen hierzulande und im benachbarten Ausland ist EEW nicht nur eines der größten Unternehmen im Bereich Abfallverbrennung, sondern mit seiner 25jährigen Erfahrung auch eines der ersten.

2014 wurde mit der PtH-Anlage am Standort in Premnitz ein weiterer Meilenstein in Sachen Energiewende gelegt. Die hier neu installierten Elektrodenkessel haben eine Leistung von zusammen 20 Megawatt und erzeugen bei Abruf der Regelleistung Dampf. Dieser wird zur Versorgung des nahegelegenen Industrie- und Gewerbepark genutzt. In der Regel sind die Anfragen kurz und dauern weniger als 20 Minuten. In diesem Fall kann das 700 Quadratmeter große Dampfnetz von EEW als Pufferspeicher genutzt werden. Das heißt, die Leistung der Bestandsanlage muss nicht sofort reduziert werden.

Zusatzerlöse ohne Investitionen

Bei Bedarf übernimmt Enerstorage für seinen Industriekunden den gesamten Prozess — von der Planung der Anlage, der Realisierung bis hin zur Vermarktung am Regelleistungsmarkt. So bleibt die volle Verantwortung für einen reibungslosen Bau und Betrieb der Anlage bei Enerstorage, während das Industrieunternehmen in diesem Prämienmodell sofort feste und planbare Zusatzerlöse erzielt, ohne investiert zu haben. Tobias Assmann ist überzeugt: „Angesichts der bisherigen und der prognostizierten Entwicklungen im Stromnetz und beim Ausbau der erneuerbaren Energien wird der Regelleistungsbedarf zunehmen.“

Inzwischen hat Enerstorage vier PtH-Anlagen geplant und zum Teil bereits realisiert. Tobias Assmann schätzt, dass Enerstorage künftig mindestens eine Anlage pro Quartal realisieren wird.

Weitere Informationen sind unter Enerstorage.de zu finden.

Quelle: Enerstorage GmbH