Gute Versorgungslage bei Zink, Versorgungssituation bei Blei enger

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Zinkerz (Foto: Initiative Zink)

Düsseldorf – Die Zink-Lagerbestände an der LME haben sich bis Ende August 2015 leicht auf gut 0,52 Mio. Tonnen erhöht. Der Lagerbestand an der SHFE bewegt sich um 0,16 Mio. Tonnen. Die Bestände entsprechen nun dem Verbrauch von über zwei Wochen, was eine gute Versorgung darstellt. Der Markt wies einen Angebotsüberschuss (gut 155.000 Tonnen) im ersten Halbjahr 2015 auf, der sich so auch fortsetzen dürfte.

Die Bleivorräte an der LME sind ebenfalls auf rund 187.000 t angestiegen, diejenigen an der SHFE (14.000 Tonnen) gingen stark zurück. Das absolute Niveau der Bestände entspricht damit unverändert dem Verbrauch von unter sieben Tagen. Damit ist die Versorgungssituation bei Blei deutlich enger. Im ersten Halbjahr 2015 war der Markt ausreichend versorgt. Es ergab sich ein Angebotsüberschuss von insgesamt 26.000 Tonnen, teilt die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Rohstoffpreis-Information mit.

Die Zinkminenproduktion erhöhte sich im ersten Halbjahr 2015 um 7,7 Prozent. Obwohl die chinesische Erzeugung noch bis Ende März rückläufig war, ist nun ein Teil der Produktionsausweitung auf China zurückzuführen. Die Raffinadeproduktion legte etwas stärker zu (+8,4 Prozent). Dies war vor allem auf Produzenten in China und Indien zurückzuführen. China erhöhte auch seine Einfuhren an Zinkkonzentraten um über die Hälfte auf gut 600.000 Tonnen. Der Verbrauch legte dagegen nur um knapp 3 Prozent zu, sodass sich ein Angebotsüberschuss ergab. Bei dem für 2015 erwarteten Nachfrageanstieg von etwa 3 Prozent dürfte es im Gesamtjahr zu einem Angebotsdefizit von rd. 300.000 Tonnen kommen. Die IKB prognostiziert für den Zinkpreis bis Ende des Jahres 2015 eine Bewegung um eine Marke von 1.900 US-$ pro Tonne mit einer Schwankungsbreite von 300 US-$.

Die Bleiminenproduktion stagnierte im ersten Halbjahr 2015. China und Peru kompensierten Ausfälle in anderen Ländern. Die Raffinadeproduktion reduzierte sich infolge eines niedrigeren Ausstoßes u. a. in China und den USA um 2,1 Prozent. Der Verbrauch verminderte sich leicht stärker (-2,6 Prozent), wobei die USA den höchsten Rückgang verzeichneten. Bei Blei ergab sich dadurch ein geringer Angebotsüberschuss. Die IKB erwartet für 2015 einen weltweiten Nachfragezuwachs von bis zu 2 Prozent. Die Automobilproduktion trägt den Nachfragezuwachs 2015. Insgesamt dürfte sich der Markt auch 2015 wieder weitgehend ausgeglichen darstellen; die Industriebank erwartet maximal einen Angebotsüberschuss von 50.000 Tonnen. Daher sieht die IKB bis Jahresende 2015 eine Bewegung um 1.900 US-$ je Tonne mit einer Bandbreite von 250 US-$. Derzeit erwartet sie keine größeren Lieferstörungen.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank