7. Rohstofftag Sachsen-Anhalt: Recycling-Anteil am Rohstoffbedarf erhöhen

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Quelle: Staatskanzlei Sachsen-Anhalt

Magdeburg – Auf dem 7. Rohstofftag Sachsen-Anhalt in Braunsbedra hat Wirtschaftsminister Hartmut Möllring für einen möglichst nachhaltigen Betrieb von Lagerstätten und für mehr Akzeptanz für Abbauvorhaben geworben: „Sachsen-Anhalt ist reich an mineralischen und energetischen Rohstoffen. Sie sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und essentiell für Wachstum, Wohlstand und für den Erhalt von Arbeitsplätzen. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage ist es umso wichtiger, dass wir mit unseren wertvollen, aber begrenzten Bodenschätzen verantwortungsvoll umgehen. Dazu gehören eine möglichst nachhaltige Bewirtschaftung der Lagerstätten, eine ressourcenschonende Produktion sowie die weitere Erhöhung des Recycling-Anteils am Rohstoffbedarf.“

Für eine weiterhin positive Entwicklung der heimischen Rohstoffwirtschaft sei es zudem notwendig, verstärkt Akzeptanz für den Abbau von Rohstoffen zu schaffen. Möllring: „Die Gewinnung von Bodenschätzen findet im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft, Umweltschutz und gesellschaftlicher Akzeptanz statt. Transparenz und frühzeitige Bürgerbeteiligung können den Boden für eine sachliche Diskussion bereiten. Damit steigt auch die Akzeptanz für den Abbau von Bodenschätzen, welche die Wirtschaft dringend benötigt.“

In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2014 insgesamt rund 66,2 Millionen Tonnen mineralische und energetische Rohstoffe abgebaut, darunter Kiessand/Sand (13,2 Mio. t), Kalisalz (12,71), Kalkstein (11,97), Hartgestein (11,4), Braunkohle (8,91) sowie Steinsalz (5,36).

Der Rohstofftag wird von den Industrie- und Handelskammern des Landes organisiert und findet etwa alle zwei Jahre statt. Das diesjährigeSchwerpunktthema lautete „Wirtschaftsfaktor Rohstoffe“. Das Forum soll alle mit der Bodenschatz-Gewinnung verbundenen Unternehmen und Einrichtungen in Sachsen-Anhalt zusammenführen.

Quelle: Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt