Geschäftslage zufriedenstellend: WVM meldet stabile Produktion im 1. Hj. 2015

1342
Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle e.V.

Berlin – Die Produktion der Nichteisen-Metallindustrie ist im ersten Halbjahr 2015 stabil geblieben. Sie lag bei knapp 4,2 Millionen Tonnen und damit auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2014. Der Umsatz stieg auf 25 Milliarden Euro, ein metallpreisbedingter Zuwachs von 14 Prozent. Davon wurden 11 Milliarden Euro auf ausländischen Märkten umgesetzt (ein Plus von 17 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Quartalsbericht der WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) hervor.

Der aktuelle Metallpreiseinbruch spiegelt sich in den Umsatzdaten für die erste Jahreshälfte noch nicht wider. Die Exportquote stieg leicht auf 45 Prozent. 60 Prozent der Ausfuhren wurden in die Euroländer geliefert – das sind zwei Prozentpunkte mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Aktuell wird die Geschäftslage von 94 Prozent der befragten Unternehmer aus der Branche mit gut oder saisonüblich beurteilt. Auf Sicht von sechs Monaten sehen 88 Prozent der Befragten bessere oder gleich gute Geschäfte. Für 2015 rechnet die NE-Metallindustrie weiter mit einer stabilen bis leicht steigenden Produktion.

Die deutsche Aluminiumindustrie hat sich im ersten Halbjahr 2015 insgesamt stabil entwickelt. Die Konjunkturentwicklung für die verschiedenen Produkte verlief dabei heterogen. So konnte die Produktion von Hütten- und Recyclingaluminium gesteigert werden, während die Produktion von Halbzeug und die Produktion in der Weiterverarbeitung leicht rückläufig waren. Im Zeitraum von Januar bis Juni 2015 wurden gut 583.000 T onnen Rohaluminium erzeugt. Die Herstellung von Rohaluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 268.000 Tonnen Hüttenaluminium und 316.000 Tonnen Recyclingaluminium auf.

Die deutsche Buntmetallindustrie (Kupfer, Zink, Blei, Zinn und Nickel) wies im ersten Halbjahr 2015 ein Produktionsminus von zwei Prozent gegenüber dem starken ersten Halbjahr 2014 aus. Damit wurden insgesamt 1,6 Millionen Tonnen produziert. Die Fertigung der Buntmetallerzeuger blieb Im Zeitraum von Januar bis Juni 2015 stabil gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bei 661.000 Tonnen. Dabei wuchs die Produktion von raffiniertem Kupfer und Kupfergusslegierungen um ein Prozent auf 357.000 Tonnen. Die Ausbringungsmenge von Zink, Blei, Zinn und deren Legierungen ging um ein Prozent auf 305.000 T onnen zurück

Die deutschen NE-Metallgießereien produzierten im ersten Halbjahr 2015 knapp 608.000 Tonnen. Das entsprach einem Plus von fünf Prozent. Die gute Nachfrage aus Europa und den USA für den wichtigsten Kunden der Branche, den Fahrzeugbau, dürfte die Schwächesignale aus China mehr als ausgleichen. Dennoch bewegt sich die Produktion gerade bei den Druckgießereien schon auf hohem Niveau und dürfte nur schwierig weiter an Dynamik zulegen können. Dies signalisierte auch die leicht negative Veränderungsrate beim Auftragseingang.

Der vollständige Quartalsbericht ist unter wvmetalle.de zu finden.

Quelle: WirtschaftsVereinigung Metalle