Q2 ION: Metallanalyse-Spektrometer in Schuhkartongröße

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Das optische Funkenspektrometer Q2 ION (Quelle: Bruker Elemental GmbH)

Kalkar – Mit dem optischen Funkenspektrometer Q2 ION ist Bruker Elemental seit einigen Jahren äußerst erfolgreich auf dem asiatischen Markt. Als erster europäischer Anbieter entwickelte das Unternehmen in Kalkar ein Metallanalysegerät quasi für die Westentasche. Bruker nahm sich eines seiner High-End Geräte vor, speckte gehörig ab und präsentierte ein leistungsfähiges, kompaktes Gerät für PMI, Sortierung und Analyse. Das laut Hersteller „einschlug wie eine Bombe“ und ein Renner blieb.

Permanent weiterentwickelt kann das Funkenspektrometer in Schuhkartongröße heute noch mehr als damals. „Wir haben das Basismodell unserer stationären OES-Palette kontinuierlich optimiert und konnten die Matrixauswahl nochmals erweitern“, berichtet Brukers Produktmanager Hans Dominick. Zur komplexen Analyse von Metalllegierungen steht jetzt auch eine NE-Matrix zur Verfügung, um die Zusammensetzung der Zamaklegierungen ZL0400, ZL0410 und ZL0430 für den Zinkdruckguss schnell und präzise erfassen zu können. Aber auch Bestandteile von Galvanikzink sowie viele weitere Legierungen auf Zink-Basis entgehen Brukers ultrakompaktem Emissionsspektrometer nicht mehr. Interessant für Betriebe, die Zink analysieren müssen, wie Zink-Gießereien, Umschmelzbetriebe, Hersteller von Rohrverbindungen, Verzinkereien oder Zink-Recycler.

Ein Multi-Matrix-System

Mit dem Q2 ION kommt Bruker Elemental aber nicht nur asiatischen Kundenwünschen nach. Auch hierzulande schätzt man ein einfach zu bedienendes System mit simpler Handhabung, geringem Wartungsbedarf, kurzen Analysezeiten und schneller Einschaltsequenz. „Wir haben das Q2 ION nicht entwickelt, um ein kostengünstiges Einstiegsgerät mit vielen Applikationen auf die Beine zu stellen“, erläutert Hans Dominick. „Im Vordergrund stand vielmehr, unseren Kunden ein Multi-Matrix-System an die Hand zu geben, mit dem sie umfassend und präzise dort arbeiten können, wo die analytischen Anforderungen weniger komplex sein müssen.“

Temperaturänderungen automatisch ausgeglichen

Die genaue Analyse von Metalllegierungen bei der Wareneingangskontrolle ist ein entscheidender Anwendungsbereich. Eine Probe auf den Funkenstand legen, Startknopf drücken, Ergebnis ablesen – alles eine Sache von 30 Sekunden. Ob es draußen kalt oder warm ist, spielt für die Analysequalität keine Rolle: Brukers Active Ambient Compensation (AAC) gleicht Temperaturänderungen automatisch aus, anstatt aufwändig zu thermostatisieren. Gesteuert wird mit Hilfe von Brukers „Elemental Suite App“ Software – ohne Tastatur oder Maus, gleich direkt per Touchscreen. Analytisch sind Kalibrationen für verschiedene Matrices verfügbar.

Mit Applikationspaketen ausgestattet

Alle wichtigen Elemente und Legierungsgruppen werden durch Applikationspakete abgedeckt. Neben der erwähnten NE-Matrix kann das Q2 ION z.B. Bor und Zinn in der FE-Matrix messen. Standardmäßig sind alle Legierungselemente in Applikationen Eisen- und Stahl, Aluminium- und Kupferlegierungen messbar. Die Nachweisfähigkeit von UV-Elementen wie Kohlenstoff, Phosphor und Schwefel machen das Q2 ION zusammen mit seiner Multi-Matrix-Fähigkeit dabei zu einem Alleskönner in seiner Klasse. Kompakte Abmessungen und das geringe Gewicht gewährleisten eine erhöhte Mobilität. Daher kann das Gerät dort zum Einsatz kommen, wo es gebraucht wird – bei günstigen Anschaffungs- und niedrigen Betriebskosten.

Für Andreas Kunz, Geschäftsführer von Bruker Elemental ist der Kleinste in seiner OES-Palette ein ganz Großer: „Mit dem Q2 ION beginnt unser Einstieg in der Elementanalytik. Für alle Prozessstufen der Metallindustrie stellen wir heute weltweit individuell abgestimmte Analysesysteme zur Verfügung“.

Quelle: Bruker Elemental GmbH