Entsorger-Verbände begrüßen Katherina Reiche als VKU-Hauptgeschäftsführerin

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Katherina Reiche (Foto: Kroll/Recyclingportal.eu)

Berlin, Düsseldorf – BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V., BDSV – Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. und bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. haben Katherina Reiche zu ihrem neuen Amt als Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen gratuliert.

BDSV-Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer Cosson erklärte: „Ich gratuliere Katherina Reiche zur neuen Tätigkeit und wünsche ihr viel Fortune. Wir hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne des bewährten Miteinanders zwischen Privatwirtschaft und Kommunalwirtschaft in der Recyclingwirtschaft. Bei der aktuellen Diskussion über die Inhalte des Wertstoffgesetzes wird die BDSV allerdings darauf drängen, dass den gewerblichen Sammlern von Metallschrott weiterhin genügend Freiraum erhalten bleibt.“

bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock kommentierte: „In der Vergangenheit konnte man oftmals nicht den Eindruck haben, dass dem VKU bewusst ist, dass der Mittelstand das Rückgrat der deutschen Volkswirtschaft darstellt. Wir hoffen dementsprechend auf einen Neuanfang und wünschen Frau Reiche die Kraft, diese wichtige Erkenntnis in die Positionen des VKU einfließen zu lassen.“

BDE-Präsident Peter Kurth wünschte Katherina Reiche im Sinne eines guten Miteinanders von privater und kommunaler Wirtschaft soweit Erfolg, wie dadurch nicht die Rahmenbedingungen für den Mittelstand in Deutschland weiter verschlechtert werden – persönlich aber alles Gute: „Unsere Mitgliedsunternehmen sind verlässliche Partner der Kommunen, für die sie oftmals schon seit Jahrzehnten als regional verankerte Betriebe Dienstleistungen erbringen. Immer weitere gesetzliche Regelungen erschweren es aber, dieser Aufgabe weiter gerecht zu werden. Seien es das kommunale Mehrwertsteuerprivileg, die Wettbewerbsverzerrungen bei der gewerblichen Sammlung im Kreislaufwirtschaftsgesetz oder die nun diskutierte Wertstofferfassung als kommunales Monopol.“

Die Unternehmen der privaten Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft würden deshalb mit Nachdruck einen ordnungspolitischen Rahmen fordern, der einen Wettbewerb auf Augenhöhe ermöglicht. Peter Kurth: „Wer die Gewichtung in unserer Marktwirtschaft von der Privatwirtschaft hin zur Kommunalwirtschaft verschiebt, riskiert damit die Bereitschaft von Unternehmern, Risiko zu übernehmen, in innovative Geschäftsideen zu investieren und sich im Wettbewerb zu behaupten. Denn die wahre tragende Säule unserer Volkswirtschaft ist der Mittelstand. Es wäre zu begrüßen, wenn der VKU – mit einer Mittelständlerin als Hauptgeschäftsführerin – dies anerkennt.“

Wer starke Kommunen will, brauche eine starke Wirtschaft vor Ort. Sie sichere Arbeitsplätze, trage zur Wertschöpfung bei und leiste mit ihren Gewerbesteuern einen wesentlichen Beitrag zum Haushalt.

Quellen: BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. / BDSV – Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V.