Spanien schreibt definitive, steigende Re-Use-Quoten für Elektroaltgeräte vor

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Elektroschrott (Foto: ©Frank Radel / http://www.pixelio.de)

Wien – Als einziges Gesetz in Europa schreibt die spanische Elektroaltgeräte-Verordnung eine eigene Re-Use-Quote für Elektroaltgeräte vor. Die erklärte Intention des spanischen Gesetzgebers ist es, damit 4.700 zusätzliche Arbeitsplätze für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen in sozialen Betrieben zu schaffen. Diese Zahl geht auf Schätzungen zurück, die das Biodiversity-Green Employment Project 2007-2013 ergab.

Ab 2017 müssen 2 Prozent der Haushaltsgroßgeräte und 3 Prozent der IT-Geräte einer Vorbereitung zur Wiederverwendung zugeführt werden. Ab August 2018 erhöhen sich die Werte auf 3 bzw. 4 Prozent. Es werden genaue Vorschriften für Sammelstellen definiert, um eine sinnvolle Zuführung re-use-fähiger Geräte an Re-Use-Betriebe sicherzustellen, die ihrerseits klare Anforderungen erfüllen müssen.

Wie in Österreich wird auch in Spanien die besondere Rolle der Sozialwirtschaft im Gesetz betont. Kommunale Gebietskörperschaften werden dazu ermächtigt, soziale Ausschreibungskriterien bei Ausschreibungen von abfallwirtschaftlichen Leistungen zu definieren, um sozialen Unternehmen den Marktzugang zu erleichtern.

Das spanische Königliche Dekret 110/2015 (englisch) kann unter rreuse.org heruntergeladen werden.

Quelle: RepaNet / Spanisches Umweltministerium