Müllhalde Meer: NABU und Sea Life Trust eröffnen Ausstellung in acht Städten

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Angeschwemmte Plastikabfälle (Foto: NABU / F. Paulin)

Berlin – Mehr als zehn Millionen Tonnen Plastikabfälle landen jedes Jahr in den Meeren – mit verheerenden Folgen für unsere Umwelt. Mit einer gemeinsamen Informationskampagne wollen NABU und Sea Life Trust auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen. Dazu ist ab dem 18. August in allen acht deutschen Sea Life Aquarien drei Monate lang eine Ausstellung über die Folgen des Plastiks für die Meere zu sehen.

Der Müll, der an den Stränden wieder angespült wird, nur ein Bruchteil jener Abfälle, die im Meer treiben. Nur etwa 15 Prozent erreichen wieder die Küste; die restlichen 70 Prozent sinken zum Meeresgrund und weitere 15 Prozent treiben an der Meeresoberfläche.

Im Rahmen ihrer gemeinsamen Informationskampagne geben der NABU und Sea Life Trust Antworten auf die häufigsten Fragen zum Müll im Meer und zeigen Möglichkeiten, wie jeder Einzelne für den Schutz der Ozeane aktiv werden kann. Darüber hinaus gibt es eine begleitende Vortragsreihe sowie ein Mitmachspiel mit Gewinnen.

„Der Fokus unserer gemeinsamen Aktion liegt auf den typischen Fundstücken Plastiktüten, Zigarettenkippen aber auch Mikroplastik. Beispielsweise ist nur Wenigen bekannt, dass auch die Filter von Zigaretten aus Kunststoff bestehen. Plastiktüten brauchen bis zu 20 Jahre, bis sie im Meer zerfallen. In zahlreichen Kosmetikprodukten finden sich kleinste Plastikpartikel – das sind nur einige der Fakten, die wir vermitteln wollen“, erläutert Kim Detloff, NABU-Meeresschutzexperte.

Ganz verschwinden wird das Plastik aus unserer Umwelt wohl nie. Es zerfällt nur in immer kleinere Bruchstücke und treibt dann als Mikroplastik in unseren Meeren. „NABU und Sea Life Trust haben sich zum Ziel gesetzt, die Plastikverschmutzung einzudämmen und das öffentliche Bewusstsein zu stärken, Plastikeinträge in unsere Meere zu vermeiden“, erklärt Andy Bool, Leiter des Sea Life Trust.

Die Ausstellung ist bis Ende Oktober in den Sea Life Aquarien in Berlin, Hannover, Königswinter, Konstanz, Oberhausen, München, Speyer und Timmendorfer Strand zu sehen. Weitere Informationen zum NABU-Projekt „Meere ohne Plastik“ sind unter meere-ohne-plastik.de zu finden.

Quelle: NABU