Oliver Scholz traf Franz Untersteller: Einig gegen Ressourcenverschwendung

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Autofriedhof in Serbien (Foto: Scholz AG)

Essingen – Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller besuchte auf seiner Sommertour durch Baden-Württemberg auch die Scholz Gruppe in Essingen. An Recyclingtechnologien sowie an den Themen Altfahrzeugverwertung, Wertstofferfassung und Metallspäne-Einstufung, die allesamt zu mehr Ressourceneffizienz führen, zeigte er sich außerordentlich interessiert.

„Die Menge der Rohstoffe, die unser Land jedes Jahr importieren muss, steigt ständig. Eine Ressourcenverschwendung können wir uns nicht leisten,“ betonte Franz Untersteller. Deshalb habe sein Ressort zahlreiche Initiativen gestartet, um Ressourceneffizienz zu steigern. Neben dem nun alljährlich stattfindenden Ressourceneffizienzkongress sollen mit der Initiative „100 Betriebe für Ressourceneffizenz“ Exzellenzbeispiele für betriebliche Ressourceneffizienz gewonnen werden. Die Initiative soll aufzeigen, wie Ressourceneffizienz konkret umgesetzt werden kann und welcher Nutzen damit verbunden ist.

Zur Sprache kamen auch erfolgreiche Modelle zur Einsammlung von Elektrogeräten und Fahrzeugen. Finanzielle Anreize seien eines der besten Möglichkeiten, um hohe Sammelquoten zu erreichen. Für Franz Untersteller könnte ein Pfandsystem helfen. Die Scholz Gruppe fordert beispielsweise eine Recycling-Gebühr beim Inverkehrbringen von Fahrzeugen, um Forschungsmittel für neue Recyclingtechnologien zu haben.

Oliver Scholz, CEO der Scholz Holding GmbH, dazu: „Mit der heute etablierten Shredder- und Postshreddertechnologie wird es uns nicht gelingen, Fahrzeuge aus Carbonfasern, Elektroautos oder Fahrzeuge mit hohem Anteil an Verbundwerkstoffen zu 95 Prozent zu verwerten. Es muss intensiv an der Entwicklung von neuen Technologien gemeinsam mit der Automobilindustrie gearbeitet werden.“

Franz Untersteller unterstützt die Idee, finanzielle Anreize für Forschungszwecke zu schaffen: „Ressourcen- und Materialeffizienz ist neben dem Gelingen der Energiewende der wichtigste Treiber in meinem Ressort“. Zudem würden durch die L-Bank Unternehmen, die ressourceneffizient handeln, bereits heute unterstützt. „Hier wird klar, dass Wirtschafts- und Umweltpolitik zusammengebracht werden, um künftigen Wohlstand durch eine moderne Industriepolitik zu sichern“, unterstrich Franz Untersteller.

Quelle: Scholz Holding GmbH