Österreich produziert jährlich 186.400 Tonnen vermeidbarer Lebensmittelabfälle

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Source: United Against Waste

Linz, Österreich Im Rahmen der Brancheninitiative United Against Waste wurden österreichweit die Mengen anfallender Lebensmittelabfälle in Gastronomie- und Beherbungsbetrieben sowie Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung erhoben und hochgerechnet. Mit Hilfe des Unternehmens Gastro Data hat GLOBAL 2000 nun den Anteil dieses Lebensmittelabfalles für Oberösterreich ermittelt und die Umweltbelastung berechnet, die durch die Produktion und Entsorgung dieser Lebensmittel für das Bundesland anfallen. „24.400 Tonnen Lebensmittelabfälle in einem einzigen Bundesland – so etwas sollte es im 21. Jahrhundert nicht mehr geben“, bilanziert Bernhard Wohner von der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Während die Hochrechnung für Gesamt-Österreich eine Menge an vermeidbaren Lebensmittelabfällen von 186.400 Tonnen pro Jahr ergab, so liegt der Anteil Oberösterreichs bei rund 24.400 Tonnen. Diese Zahl enthält Lebensmittelabfälle aus Gastronomiebetrieben von 7.100 Tonnen, aus Beherbungsbetrieben von rund 4.500 Tonnen und aus Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung von 12.800 Tonnen. Je nach Betrieb entsteht dabei aus einem Kilogramm verkochter Lebensmittel zwischen 50 und 450 Gramm Abfall – wobei diese Zahl noch keine Zubereitungsreste oder Getränke einschließt.

GLOBAL 2000 hat nun die Umweltbelastung, die durch vermeidbaren Lebensmittelabfall in der oberösterreichischen Außerhaus-Verpflegung pro Jahr entsteht, berechnet. Das Ergebnis bezogen auf 24.400 Tonnen vermeidbaren Lebensmittelabfall lautet: Rund 54.000 Tonnen CO2-Äquivalente, 3 Millarden Liter Wasser und eine unnötige Flächeninanspruchnahme von ca. 5.500 Hektar Land.  Das sind – bildlich gesprochen – so viel CO2-Äquivalente wie rund 9.000 Erdumrundungen mit einem Mittelklasse-PKW, wie der Wasserverbrauch von 65.000 OberösterreicherInnen und wie eine Fläche größer als das Stadtgebiet Wels.

Interessant ist an der Berechnung: Stellt Fleisch nur einen kleineren Teil des insgesamt anfallenden Abfalles dar, so macht es zeitgleich rund die Hälfte der CO2-Bilanz aus. „Umso wichtiger, dass gerade mit Fleisch sorgsamer umgegangen wird. GastronomInnen können einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten, indem sie die Möglichkeit der Bestellung kleiner Portionen, die Mitnahme von Essensresten und ein breiteres Angebot von vegetarischen Speisen anbieten und aktiv bewerben“, betont Bernhard Wohner von GLOBAL 2000.

Quelle: APA-OTS